Paulas Nachrichten

Etwas anders und doch ganz normal

06.02.2016, Von Alexandra Stober — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das dreifach vorhandene Gen 21 verursacht eine Behinderung

Raphael mag Kino, Musik und Fußball – so wie viele Jungs in seinem Alter. Doch für bestimmte Dinge braucht er länger als andere Kinder. Raphael hat eine Behinderung: das Down-Syndrom.

Raphael spielt Tischtennis in Berlin. Raphael hat das Down-Syndrom. Foto: privat

BERLIN (dpa). „Haaallooo!“, ruft Raphael von Weitem und winkt. Er rennt ins Haus und die Treppen hoch, in den zweiten Stock. Dort klingelt er an der Wohnungstür. Sein Vater öffnet und begrüßt den 13-Jährigen. Doch Raphael hat es eilig: Er muss schnell ins Bad.

Seine Mutter Claudia ist inzwischen auch in der Wohnung angekommen. Sie hat ihren Sohn von der Schule abgeholt. Allein würde Raphael den Weg mit UBahn und Bus nicht schaffen. Manche Dinge, die andere in seinem Alter gut hinbekommen, sind für ihn schwierig.

Das liegt daran, dass der Junge aus Berlin eine Behinderung hat. Er hat das Down-Syndrom (gesprochen: Daun Sündrom). Trotzdem geht er in eine normale Schule mit Kindern ohne Behinderung. „Den anderen in seiner Klasse erkläre ich das so: Raphael begreift Sachen langsamer. Aber er kann eigentlich auch alles lernen“, sagt seine Mama.

Gerade übt er zum Beispiel, allein zur Schule zu fahren. Dabei begleitet ihn sein Betreuer Martin. „Dreimal in der Woche kommt Martin und holt Raphael ab“, erklärt seine Mutter.

Als Raphael den Namen Martin hört, fängt er an zu grinsen. „Montag, Mittwoch und Freitag“, sagt er. Man muss gut zuhören, um Raphael zu verstehen. Manche Wörter spricht er nicht so deutlich aus.

Montags, mittwochs und freitags kommt also Martin. „Er ist eine Art Trainer für Raphael. Martin unterstützt ihn dabei, selbstständiger zu werden“, erklärt Claudia. „Im Moment fahren sie oft zusammen Bus. Damit Raphael lernt, wie das funktioniert.“

Manchmal geht Martin mit Raphael auch einfach ins Jugendzentrum in der Nähe. „Da spiele ich Tischtennis. Und da gibt es Disco!“, sagt Raphael und strahlt. Er liebt Musik und tanzt gern.

Auch sonst steht Raphael auf Sachen, die andere 13-Jährige ebenfalls gut finden: Er geht gern ins Kino und spielt Fußball – draußen und am Computer. Er kümmert sich um die Kaninchen der Familie, zum Beispiel um Jerry. Außerdem mag er es zu schwimmen und Karten zu spielen, am liebsten mit seiner Mutter.

Es gibt aber Sachen, die bei Raphael anders sind als bei vielen anderen Kindern in seinem Alter. Er kuschelt zum Beispiel gern mit seiner Mama. Er küsst und umarmt sie häufig. „Raphael ist sehr gefühlvoll. Er merkt es sofort, wenn man traurig ist. Das finde ich toll“, sagt seine Mutter.

Wie jede andere Mama ist sie aber auch ab und zu genervt. Zum Beispiel, wenn Raphael nicht zuhört. Oder wenn er morgens nicht aufstehen will. Dabei geht er eigentlich gern zur Schule.

„Ich mag meine Klasse“, sagt Raphael. Da klingelt es an der Tür. „Martin!“, ruft der Junge und rennt zur Tür. Heute geht’s ins Jugendzentrum. „Tschühüss!“

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