Paulas Nachrichten

Erbitterte Kämpfe gegen die Weißen

21.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sitting Bull und Crazy Horse waren berühmte Anführer der Indianer. Sie wollten sich nicht von ihrem Land vertreiben lassen. Gemeinsam kämpften sie deshalb gegen die Weißen.

Ein Junge mit dem Spitznamen „Langsam“ – wie sollte der berühmt werden? Doch der Indianer Hunkesni vom Stamm der Hunkpapa-Sioux ist heute weltweit bekannt. Allerdings unter dem Namen Tatanka Yotanka oder Sitting Bull. Das heißt übersetzt so viel wie Sitzender Stier. Er war Medizinmann und Häuptling und lebte vor mehr als 120 Jahren in Nordamerika. Er kämpfte für die Freiheit der Indianer – genau wie sein Verbündeter, der Häuptling Crazy Horse vom Oglala-Stamm.

Wann Sitting Bull geboren wurde, weiß man nicht genau. Vielleicht war es 1831. Damals kamen immer mehr Weiße nach Amerika. Sie nahmen das Land und töteten Tausende Büffel. Auch viele Indianer starben bei Kämpfen. Das beunruhigte Sitting Bull. Ihm war klar: Gegen die bleichen Eindringlinge mit ihren guten Waffen waren einzelne Völker machtlos. Deshalb trommelte er viele Stämme zusammen. Sie sollten gemeinsam siegen!

Doch wie? Sitting Bull wusste Rat. Er hatte bei einem Sonnentanz mitgemacht – einige Tage tanzen, ohne Essen und Trinken. Dabei glaubte er, in die Zukunft gesehen und erfahren zu haben: Die Indianer würden siegen. Und so war es! Am 25. Juni 1876 kam es zur berühmten Schlacht am Fluss Little Bighorn. Sitting Bull war noch zu schwach vom Tanzen und kämpfte nicht mit. Aber Crazy Horse und ein anderer Häuptling führten Tausende Indianer an. Fast alle weißen Angreifer starben, auch ihr Anführer General George Custer.

Aber es war der letzte Sieg der Indianer. Von da an verfolgte die Regierung der USA sie gnadenlos. Sitting Bull flüchtete nach Kanada. Crazy Horse kämpfte weiter und wurde im Jahr darauf getötet. Alles schien aussichtslos. Immer mehr Indianer versuchten es deshalb mit Geistertänzen. Sie glaubten, damit eine Welt ohne Feinde heraufbeschwören zu können. Auch Sitting Bull machte mit. Die Weißen fanden das unheimlich. Als sie die Anführer festnehmen wollten, wurde Sitting Bull getötet – im Dezember 1890. Einige Tage später gab es ein Blutbad in der Gegend am Wounded Knee (gesprochen: wuhnded nie). So hieß ein Ort im heutigen US-Staat South Dakota. Soldaten erschossen dort mehr als 200 Indianer. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Toten. Auch die Politiker der USA haben sich entschuldigt – allerdings erst rund hundert Jahre später.

Sitting Bull heißt übersetzt so viel wie Sitzender Stier. Foto: Arno Burgi

Paulas Nachrichten

Wenn die Achterbahn Ferien hat

SIERKSDORF (dpa). Huuuuiiii – mit der Achterbahn fahren. Das macht Spaß. Aber im Winter, wenn es kalt ist, stehen die meisten Fahrgeschäfte still.

So ist es auch im Hansa-Park, einem Freizeit-Park in Sierksdorf. Das ist eine Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein. In der Zeit zwischen…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten