Paulas Nachrichten

Er schaut auch mal nach unten

07.05.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Höhenretter sollen schwindelfrei sein

Wem in großer Höhe schwindelig wird, für den ist dieser Job wohl nicht der richtige. Trotzdem: Auch Höhenretter haben ein bisschen Respekt, wenn sie auf Türme oder Häuser klettern.

ULM (dpa). Johannes Hühn hat einen spannenden Beruf. Er rettet Menschen, die in Not geraten sind – aus schwindelerregenden Höhen.

Haben Sie bei Ihrer Arbeit in der Höhe manchmal Angst?

„Respekt. Gesunder Menschenverstand gehört immer dazu. Wenn man ganz unbefangen an alles rangeht, ist das auch nicht gut. Respekt in der Höhe ist durchaus angebracht.“

Guckt ein Höhenretter bei der Arbeit auch mal nach unten?

„Ja, er möchte ja wissen, wie tief es runtergeht. Und auch beim Hochklettern schaut man immer mal wieder nach unten.“

Was tut man, wenn man doch mal Angst bekommt oder nervös wird?

„Sich sammeln, gucken, ob alles passt. Sind die Karabiner zugeschraubt? Am Seil hochgucken. Und dann hat man das gleich wieder.“

Und wenn die Patienten Angst bekommen?

„Beruhigend auf sie einwirken, reden, ihnen erklären, dass das gut ausgebildete Leute sind, dass die Sachen schon oft erprobt wurden. Und man gibt den Leuten das Gefühl, dass sie sicher sind, dass man die Situation im Griff hat.“

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