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Eine zündende Idee

11.03.2017, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Zündkerze machte Bosch berühmt

Die Zündkerze machte Robert Bosch und sein Unternehmen weltberühmt. Als Chef konnte der Mann ziemlich wütend werden. Er setzte sich aber auch für seine Mitarbeiter ein. Vor 75 Jahren starb Robert Bosch.

Das Bild zeigt Robert Bosch dabei, wie er Lehrlingsarbeit prüft. Robert Bosch war auch ein sehr strenger Chef. Foto: Robert Bosch GmbH – Unternehmensarchiv

Über diesen Mann gibt es viele lustige Geschichten. Die wohl berühmteste geht so: Auf einem seiner Rundgänge durch die Fabrik sah Robert Bosch, dass eine Büroklammer auf dem Boden lag. Er hob sie auf, hielt sie einem Mitarbeiter unter die Nase und fragte, ob er wisse, was das sei? Der Mitarbeiter sagte: „Eine Büroklammer.“ Robert Bosch aber antwortete ihm: „Falsch, das ist mein Geld!“

In der Firma Bosch wurde die Zündkerze erfunden. Foto: David Ebener

Robert Bosch lebte in Stuttgart. Er war ein Tüftler und berühmter Unternehmer. Seine Firma gibt es heute noch. Sie stellt zum Beispiel Bohrmaschinen und Sägen her, Kühlschränke, Backöfen und Kaffee-Maschinen. Oder auch Teile für Autos.

Zündkerzen gibt es seit über 100 Jahren

Das berühmteste Produkt aber ist die Zündkerze. Zündkerzen stecken in den Motoren vieler Autos und Maschinen. Die Zündkerze wurde vor mehr als 100 Jahren in der Werkstatt von Robert Bosch erfunden. Allerdings nicht von Robert Bosch selbst, sondern von einem seiner Mitarbeiter. Die entscheidende Idee dazu hatte ein Mann namens Gottlob Honold. Die Erfindung machte Robert Bosch und sein Unternehmen weltberühmt.

Robert Bosch selbst galt einerseits als strenger Chef. Die Geschichte mit der Büroklammer zeigt zum Beispiel, dass ihm Sparsamkeit sehr wichtig war – genauso wie Pünktlichkeit und Disziplin. Wenn er merkte, dass seine Mitarbeiter schlampig arbeiteten, schimpfte er sie aus. „Er hatte ein aufbrausendes Temperament und konnte auch jähzornig sein“, verrät die Expertin Kathrin Fastnacht.

Guter Lohn, kürzere Arbeitszeiten und eine Versicherung

Andererseits war Robert Bosch auch ein fortschrittlicher Chef. „Ihm waren die Menschen sehr wichtig. Er setzte sich sehr stark für andere ein“, sagt Kathrin Fastnacht. Im Vergleich zu anderen Firmen zahlte er seinen Mitarbeitern zum Beispiel hohe Löhne. Und er führte als einer der ersten den sogenannten Acht-Stunden-Tag ein. Das bedeutet, in seinem Betrieb wurde nur acht Stunden am Tag gearbeitet. In anderen Firmen mussten die Arbeiter damals oft zehn Stunden schuften.

Als seine Firma immer größer wurde, ließ Robert Bosch ein neues Fabrik-Gebäude bauen. Dabei achtete er darauf, dass die Halle große Fenster hatte und gut durchlüftet war. Außerdem führte er für seine Mitarbeiter eine Versicherung ein.

Andere Unternehmer machten sich deshalb über ihn lustig. „Sie warfen ihm vor, er würde sich zu sehr für seine Mitarbeiter einsetzen und sich mit ihnen gemein machen“, sagt die Fachfrau. Aber das alles interessierte Robert Bosch nicht. Er ging seinen Weg weiter.

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