Paulas Nachrichten

Eine Römerstadt wie früher

18.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hast du schon mal von einer deutschen Stadt mit X am Anfang gehört? Xanten ist heute ziemlich klein. Aber früher, zur Römerzeit, da war der Ort mal riesig. Er war eine Art kleine Kopie des fernen Roms, wo die Eroberer herkamen. Weil Xanten diese große Geschichte hat, gibt es dort heute eine nachgebaute römische Stadt. Da können Besucher testen, wie das Leben als Römer war.

In den Sommermonaten tun das viele junge Leute. Sie entdecken Überreste von alten Schiffen. Sie nähen Lederstücke für Sandalen zusammen. Sie kochen und probieren, was den alten Römern schmeckte. Sie spielen die Spiele von damals. Und sie verkleiden sich wie Römer mit Gewändern, die Toga heißen. Die nachgebaute Stadt ist ein Museum mit einem komplizierten Namen: Archäologischer Park Xanten oder kurz APX.

Vor ungefähr 2000 Jahren entwickelte sich Xanten für die alten Römer zu einer wichtigen Stadt. Der Ort liegt nahe am Rhein – was für die Leute damals mitentscheidend war. Der große Fluss war teilweise eine Grenze des römischen Reichs und er war eine Transportstraße. Auch ein Hafen wurde angelegt, um Waren zu verladen.

In Xanten befand sich zunächst ein Militärlager der Römer. In dem Lager lebten die Soldaten, die man Legionäre nannte. Und von dort aus herrschten sie über germanische Provinzen. Heute sieht man oft Leute in dem Park herumlaufen, die ziemlich stark und gefährlich aussehen – mit Helmen aus Metall und Röcken aus festen Lederstreifen. Diese Typen spielen, dass sie Legionäre sind.

Neben dem Soldatenlager entstanden auch Wohnhäuser – etwa für Familien. Diese Siedlung bekam den Namen „Colonia Ulpia Traiana“.

Er geht zurück auf den römischen Kaiser Marcus Ulpius Traianus. Zu Traians Zeit bekam der Ort die Stadtrechte. Das soll um 98 oder 99 nach unserer Zeitrechnung geschehen sein.

Aber woher weiß man Einzelheiten über die alte Römerstadt und das Leben dort? Vieles haben Archäologen herausgefunden. Das sind Forscher, die nach Spuren der menschlichen Geschichte suchen.

Als sie anfingen, in Xanten zu buddeln, fanden sie viele Reste von Stadtmauern. Und sie entdeckten das Amphitheater, das ist ein großer, offener Theater-Bau, Tempel, Herbergen und Tavernen – das waren die Hotels und Restaurants der Römer. Und Latrinen – das waren die Toiletten. Sie fanden auch Reste von Straßen und Kanälen. Und das alles ist aus Stein, der über mehr als 100 Kilometer den Rhein hinab transportiert werden musste!

Und stell dir vor: Mehr als 10 000 Männer, Frauen und Kinder tummelten sich damals in den Gassen und Häusern von „Colonia Ulpia Traiana“.

Kinder einer Schulklasse sitzen im Amphi-Theater auf dem Gelände des Archäologischen Parkes in Xanten am Niederrhein. Der Archäologische Park wurde über den Resten der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana erbaut. Foto: Horst Ossinger

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