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Eine heiße Sache: Wie Glas hergestellt wird

12.11.2016, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Um Glas herzustellen, braucht man verschiedene Zutaten

Wir benutzen es jeden Tag – zum Beispiel, um daraus zu trinken. Glas spielt für uns Menschen eine wichtige Rolle. In der Stadt Wirges werden jeden Tag Millionen von Flaschen hergestellt.

Erklärgrafik: So wird eine Glasflasche aus den Grundstoffen und Altglas hergestellt. Grafik: K. Losacker

WIRGES (dpa). Kaum steht man in der großen Halle, merkt man sie auch schon: die Hitze. Nach wenigen Sekunden laufen uns dicke Schweißtropfen den Rücken hinunter. Die Arbeiter, die man in der Fabrikhalle sieht, haben oft eine Flasche Wasser in der Hand. Trinken ist hier enorm wichtig und sogar Vorschrift! Doch was hat es mit dieser Hitze auf sich?

Wir sind in einem Glaswerk in Wirges. Die Stadt liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz. In dem Werk werden jeden Tag etwa zwei Millionen Glasflaschen hergestellt. Und zwar rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Um Glas herzustellen, braucht man verschiedene Zutaten. Das sind zum Beispiel Sand und Stoffe wie Kalk und Soda. „Jedes Glas hat seine eigene Rezeptur. Dabei kommt es auch darauf an, ob ein Glas eine bestimmte Farbe haben soll“, erklärt die Fachfrau Cornelia Banzhaf. Soll das Glas eine grüne Farbe bekommen, wird zum Beispiel noch Chrom dazugegeben.

Zuerst werden alle Stoffe vermischt. Die Fachleute nennen das Gemenge. Dort hinein kommen auch jede Menge Glasscherben, die wiederverwendet werden. Anschließend rieselt das Gemenge in eine Schmelzwanne und wird geschmolzen. Die Schmelzwanne ist riesengroß und in ihrer Nähe ist es heiß. Kein Wunder: Innen herrschen Temperaturen von etwa 1600 Grad Celsius!

Etwa einen Tag braucht das Gemenge in der Wanne, bis es als zähflüssiges Glas herauskommt. Es ist heiß und leuchtet hellorange. Die zähe Masse wird nun wiederum aufgeteilt, auf mehrere Fertigungs-Linien: In dem Glaswerk lassen sich fünf verschiedene Flaschen-Formen gleichzeitig herstellen.

Eine Art Schere schneidet das Glas in kleinere Stücke. Jedes Stück plumpst in eine Form. Das alles passiert superschnell. Man sieht nur glühende Punkte durch die Luft flitzen.

Nun wird das Glas in Form gebracht, zum Beispiel mit starkem Luftdruck. Sobald die Flasche ihre Form hat, geht es weiter zum Kühl-Ofen. Dort wird das Glas abgekühlt, das kann bis zu zwei Stunden dauern. Das langsame Abkühlen ist wichtig, damit es keine Risse gibt.

Jetzt ist die Flasche fertig. An verschiedenen Kontrollstationen überprüfen nun Maschinen, ob mit der Flasche alles in Ordnung ist: Hat sie die richtige Größe und die richtige Öffnung? Ist das Glas okay? Sind doch Risse entstanden? Hat die Flasche die Tests bestanden, wird sie verpackt und verschickt.

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