Paulas Nachrichten

Ein Volk ohne eigenes Land

26.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sinti und Roma – vielleicht hast du diese Bezeichnung schon mal gehört. Man meint damit eine Volksgruppe. Sie hat kein eigenes Land. Auch deshalb leben Sinti und Roma in vielen Ländern auf der ganzen Welt. In Europa gibt es mehrere Millionen von ihnen.

Roma gibt es mehrere Millionen in Europa. Fotograf: Chris Schuepp/Unicef

Viele wohnen im Südosten Europas – zum Beispiel in Rumänien: Sinti nennt man diejenigen, die in Westeuropa und Mitteleuropa leben. Und Roma die aus Osteuropa und Südosteuropa. Oft ist auch nur von Roma die Rede, wenn man die gesamte Volksgruppe meint.

Sinti und Roma haben eine eigene Sprache. Sie heißt Romanes. Fast immer sprechen die Menschen aber auch die Sprache des Landes, in dem sie leben. Früher wurden Sinti und Roma auch Zigeuner genannt. Allerdings benutzen viele Leute diese Bezeichnung als Schimpfwort. Deswegen spricht man heute von Sinti und Roma.

Viele Familien der Sinti und Roma sind sehr arm, sagen Fachleute. Besonders im Osten Europas leben viele in alten, kaputten Häusern oder Wohnwagen. Viele ihrer Kinder besuchen die Schule nur kurz oder gar nicht. Deswegen finden sie später auch kaum Arbeit. Und es ist schwer für sie, mit einem Beruf Geld zu verdienen. Aber warum haben Sinti und Roma solche Probleme? Ein Grund dafür könnte in der Vergangenheit liegen: Vor etwa 1000 Jahren lebten sie noch in ihrer ursprünglichen Heimat – in Indien in Asien. Von dort wanderten sie aus.

Sie zerstreuten sich in unterschiedliche Länder. Dort bilden sie nun meist kleinere Gruppen. Deshalb ist es schwerer für Sinti und Roma, in dem jeweiligen Land mitzureden. Oft werden sie auch ausgegrenzt. Doch es gibt Hilfseinrichtungen, die sich für die Minderheit einsetzen. Sie wollen, dass die Menschen ein besseres Leben führen.

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