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Ein Tuch gibt Rätsel auf: Ist Jesus darauf zu sehen?

03.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In einer Kirche in Italien wird ein großes Rätsel aufbewahrt: Ein Tuch, auf dem Jesus Christus zu sehen sein soll – das meinen zumindest einige. Es soll das Grabtuch sein, in das Jesus nach seinem Tod eingewickelt wurde. Aufbewahrt wird es in der Kathedrale von Turin. Die Bibel erzählt, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Forscher streiten sich darüber, ob das Grabtuch wirklich Jesus zeigt oder aber jemand anderes.

Für viele Gläubige ist diese Frage aber gar nicht so wichtig. Sie verehren das Tuch – als Reliquie. Obwohl die katholische Kirche das Tuch nicht als eine Reliquie anerkennt. Experte Arnold Angenendt hat sich viel mit dem Grabtuch beschäftigt. Er erzählte dpa-Nachrichten für Kinder, was es damit auf sich hat.

Was ist das Turiner Grabtuch?

Es soll das Tuch sein, in das man den Leichnam von Jesus Christus eingewickelt hat. Das Tuch also, von dem es im Markus-Evangelium heißt: Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab. In der Tat ist auf dem Leinentuch der Körper eines Menschen zu sehen – seine Vorderseite und seine Rückseite. Für viele ist dieser Mensch Jesus Christus.

Ist es wirklich das Grabtuch Jesu Christi?

Das Tuch wurde mit verschiedenen Methoden untersucht. Man hat zum Beispiel den Stoff untersucht. Und man untersuchte, ob es echtes Blut ist oder nur Farbe. Das Ergebnis der Untersuchungen: Die einen Forscher meinen, das Tuch sei aus der Zeit von Jesus Christus. Das würde bedeuten, es wäre fast zweitausend Jahre alt. Andere Forscher hingegen meinen, das Tuch stamme aus dem Mittelalter. Es ist nicht möglich, die ganze Geschichte des Tuches zurückzuverfolgen – also nicht bis hin zum Grab von Jesus.

Viele Forscher streiten sich darüber, ob das Tuch nun echt ist oder nicht. Warum ist diese Frage überhaupt so wichtig?

Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist sogar ziemlich wichtig. Denn wäre das Turiner Grabtuch wirklich das Leinentuch, mit dem man Jesus eingewickelt hat, dann hätten wir das Gesicht von Jesus. Wir wüssten also genau, wie er ausgesehen hat. Und wir könnten ihm direkt ins Gesicht schauen.

Und was glauben Sie – ist das Turiner Tuch nun echt oder unecht?

Ein Historiker fragt sich immer: Stimmt das, was ein anderer vor langer Zeit aufgeschrieben hat, oder stimmt es nicht? Und was das betrifft, ist keine letztgültige Antwort möglich. Aber abgesehen von der Frage „echt oder unecht“ bewegt das Tuch jeden Betrachter. Vor allem das Gesicht beeindruckt tief.

Ein Kardinal spricht vor dem Grabtuch von Turin. Foto: epa

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