Paulas Nachrichten

Ein Tropfen macht noch keine Höhle

17.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Man nehme Wasser, Kalk und viele Millionen Jahre Zeit – und schon hat man eine Tropfsteinhöhle. Diese Höhlen gibt es aber nicht überall in Deutschland. Man findet sie zum Beispiel in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Die Dechenhöhle, eine Tropfsteinhöhle in Iserlohn Foto: Horst Ossinger

Sie heißen Teufelshöhle, Feengrotte oder Drachenhöhle. Die Namen der Tropfsteinhöhlen klingen geheimnisvoll und abenteuerlich – fast so wie im Märchen. Sobald sie im Innern ausgeleuchtet werden, beginnen sie zu glitzern und zu funkeln. Dann sehen viele der Höhlen tatsächlich ein bisschen wie im Märchen aus. Tropfsteinhöhlen gibt es nicht überall in Deutschland. Damit sie entstehen können, braucht es vor allem zwei Dinge: viel Kalk und Wasser. Kalkgestein kommt aber nicht überall vor. „Tropfsteinhöhlen gibt es zum Beispiel in Baden-Württemberg, auf der Schwäbischen Alb. Oder im Sauerland in Nordrhein-Westfalen und in Bayern“, sagt Markus Bertling. Er ist Experte dafür, wie diese Höhlen entstehen. Bis eine Tropfsteinhöhle entstanden ist, vergeht sehr, sehr viel Zeit. „Das geht nicht einfach so in drei Tagen. Dafür braucht man viele Millionen Jahre“, erklärt der Fachmann. Denn die Höhle entsteht in vielen winzig kleinen Schritten. Und das geht so: In unserer Atmosphäre gibt es ein Gas. Es heißt Kohlendioxid. Dieses Gas verbindet sich gern mit Wasser. Dabei entsteht unter anderem Kohlensäure. Die kennt ihr vielleicht: Sie ist im Sprudelwasser drin und prickelt in unserem Mund. Die Kohlensäure ist aber auch im Regenwasser. Wenn es nun regnet, dann sickert das Wasser mit der Kohlensäure durch den Boden. „Dabei werden winzige Kalkteilchen im Boden gelöst“, sagt Markus Bertling. Dabei entstehen kleine Hohlräume, die mit der Zeit immer größer werden. Und nach vielen Millionen Jahren kann aus so einem Hohlraum eine richtig große Höhle geworden sein. Ihren Namen haben die Höhlen von den Gebilden, die in ihrem Inneren wachsen: den Tropfsteinen. Ist das Regenwasser durch den Boden gesickert, gelangt es irgendwann an die Decke der Höhle. Dort tritt es aus und bildet einen Tropfen, der verdunstet. Zurück bleibt der Kalk. Dieser türmt sich dann langsam zu einem Tropfstein auf.

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