Paulas Nachrichten

Ein Smartphone, das anders ist

18.04.2015, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bei der Herstellung von Smartphones werden die Arbeiter oft ungerecht behandelt

Firmen lassen ihre Smartphones oft in Ländern wie China zusammenbauen. Denn dort ist es besonders günstig. Doch die Arbeiter schuften dann oft viele Stunden am Tag und verdienen wenig Geld. Einige Firmen wollen nun, dass sich das ändert.

Nicht fallen lassen! Dann hält ein Smartphone länger und man muss nicht so schnell ein neues kaufen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Warst du schon einmal in China? Nein? Dein Smartphone – oder das deiner Mutter – hat das wahrscheinlich schon geschafft. In einem Smartphone steckt nämlich eine Menge komplizierter Technik. Um so ein Gerät herzustellen, sind viele Profis nötig.

„Die Bauteile von Smartphones kommen von Herstellern aus allen möglichen Ländern“, sagt Steffen Holzmann. Er kennt sich gut mit der Herstellung von Smartphones aus. Ein Hersteller legt etwa fest, wie das Smartphone aussehen soll. Ein anderer kümmert sich um die Technik darin, ein Dritter baut die Akkus.

„Zum Schluss werden alle Teile zu einem Gerät zusammengesetzt. Und zwar meistens von Firmen, die dafür möglichst wenig Geld verlangen“, sagt der Fachmann. Die meisten Tablet-Computer und Smartphones werden im Land China gebaut, erklärt er. Dort seien viele Arbeiter darauf spezialisiert, sehr schnell Geräte für wenig Geld her- zustellen.

Doch Arbeiter werden dort oft ungerecht behandelt. Sie arbeiten zum Beispiel zu viele Stunden am Stück und bekommen zu wenig Lohn. Viele schlafen in großen Schlafräumen in der Nähe der Fabriken und sehen ihre Familien nur selten.

Das finden eine Menge Leute nicht gut. Einige Firmen wollen darum Smartphones herstellen und gleichzeitig auf die Rechte der Arbeiter achten. Ihr Ziel: fair gehandelte Geräte. „Fair bedeutet in dem Fall: Jeder, der bei der Herstellung mitmacht, soll genügend Geld bekommen. Außerdem darf er seine Gesundheit dabei nicht gefährden“, sagt Steffen Holzmann.

Doch: „Ein faires Smartphone herzustellen ist schwierig“, sagt Daria Koreniushkina. „Es sind einfach zu viele Personen daran beteiligt. Jedem Einzelnen müsste man auf die Finger gucken, ob er auch unter fairen Bedingungen arbeitet.“

Daria arbeitet bei Fairphone. Bei der Firma aus unserem Nachbarland Niederlande geht es vor allem darum, ein Smartphone unter möglichst fairen Bedingungen herzustellen. Auch in Deutschland gibt es so eine Firma. Sie heißt Shift.

Die Entwickler dieser Smartphones wollen sich also besser um die Menschen kümmern, die die Geräte zusammenbauen und die Rohstoffe dafür beschaffen.

Doch so ein Smartphone soll auch möglichst lange halten. Beim Fairphone gibt es etwa Ersatzteile und Anleitungen, damit man das Telefon selbst reparieren kann. So hoffen die Leute der Firma, dass man es nicht nach zwei Jahren wegwerfen und ein neues kaufen muss.

„Trotzdem sind wir noch weit davon entfernt, richtig fair zu sein“, gibt Daria zu. Fachleute sagen etwa, die Firma müsste noch mehr für den Umweltschutz tun. Oder auch, dass die Bedingungen der Arbeiter gar nicht so viel besser sind als bei anderen Firmen. Auch Daria sagt: „Es gibt noch unendlich viele Dinge, die wir tun könnten.“

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