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Ein riesiger Friedhof in der Wüste

30.04.2016, Von Stefanie Paul, dpa — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die berühmten Gräber für die ägyptischen Herrscher wurden in den Felsen gehauen

Mitten in der Wüste von Ägypten liegt ein weltberühmter Friedhof. Man nennt ihn das „Tal der Könige“. Dort ließen sich vor mehr als 3000 Jahren ägyptische Herrscher beerdigen, auch Pharao Tutanchamun. Rund 60 Felsengräber haben die Forscher inzwischen freigelegt.

Karte von Ägypten mit dem Tal der Könige Grafik: K. Dengl

KÖLN. Zwei trockene, staubige Täler. Umgeben von hohen, schroffen Felsen. Mitten in der Wüste des Landes Ägypten. Dieser ungemütliche Ort ist weltbekannt. Man nennt ihn das „Tal der Könige“. Dieser Ort ist eine Nekropole, also eine Totenstadt oder einfach ein riesiger Friedhof.

Vor mehr als 3000 Jahren ließen sich dort die ägyptischen Pharaonen beerdigen. Lange Zeit wurden diese Herrscher in Pyramiden bestattet. Doch nun ließen sie sich ihre Gräber lieber tief in den Felsen hineinschlagen. So wollten sie ihre Gräber vermutlich besser schützen - zum Beispiel vor Grabräubern. Warum sie aber ausgerechnet dieses Tal in der Wüste wählten, wissen die Forscher nicht.

Das „Tal der Könige“ ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Ägypten. Jeden Tag strömen Tausende Touristen dorthin. Aber auch schon vor rund 2000 Jahren kamen Besucher in das Tal. Forscher fanden ihre Kritzeleien an den Wänden einiger Gräber. Sie sind in lateinischer oder griechischer Sprache.

Viele der Gräber wurden im Laufe der Zeit verschüttet. Zum Beispiel durch Schutt, der beim Bau eines neuen Grabes entstand. Sobald ein neuer Herrscher auf dem Thron saß, begannen die Arbeiten an seinem Grab. Das war auch nötig! Denn es dauerte oft mehrere Jahre, bis das Grab fertig war.

Es bestand dann aus langen Korridoren, Treppen und verschiedenen Kammern. Viele der Wände wurden verziert und bunt bemalt. Zum Beispiel mit besonderen Figuren wie dem Pharao und wichtigen Göttern.

Damals gab es noch keine modernen

Maschinen. Die Arbeiter mussten mit Hammer und Meißel den Felsen bearbeiten. Unter der Erde war es heiß und staubig. Nur Öllampen spendeten den Arbeitern Licht. Der Schutt musste in Körben oder Ledersäcken nach draußen geschafft werden.

Mehr als 60 Felsengräber haben die Forscher mittlerweile entdeckt und freigelegt. Das wohl berühmteste Grab wurde vor rund 100 Jahren gefunden. Von einem englischen Forscher namens Howard Carter. Die Entdeckung war damals eine riesige Sensation! Der Forscher wurde mit einem Schlag weltberühmt. So wie auch Pharao Tutanchamun aus dem Grab. Eigentlich war er ein ziemlich unbedeutender Herrscher. Er starb sehr jung. Trotzdem ist er heute berühmt! Das liegt vor allem an seinem Grab.

Viele Gräber wurden von Grabräubern ausgeraubt. Nicht so bei Tutanchamun. All die Kostbarkeiten und Schätze waren noch da! Zehn Jahre dauerte es, bis Howard Carter alles geborgen hatte.

Nun könnte einigen Forschern eine neue Sensation gelingen: Sie vermuten, dass es in dem Grab von Tutanchamun noch einen geheimen, versteckten Raum gibt. Was sich darin wohl verbirgt?

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