Paulas Nachrichten

Ein Reh als Haustier – Mia lebt wie ein Hund

12.01.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie schläft auf einer Decke im Flur, tapst mit den Hunden durch die Zimmer und nascht manchmal Hundefutter: Das Reh Mia lebt als Haustier bei einer Familie – wie ein Hund. Als das Tier noch klein war, wurde seine Reh-Mutter angefahren. Deswegen hat eine Jägerfamilie Mia in ihrem Haus in Ellscheid in Rheinland-Pfalz aufgenommen.

Die Hunde der Familie halfen den Menschen dabei, das kleine Reh groß zu ziehen. „Labradorhündin Josie hat Mia sofort als Kind angenommen und sich gekümmert“, erzählt die Hausherrin Anita Ackermann. Sie gab der kleinen Mia Milch mit einem Fläschchen und manchmal auch einen Schnuller.

Am Anfang hat Mia im Haus in einem Wäschekorb geschlafen. Inzwischen ist ihr Platz im Flur auf einer Decke – zwischen den beiden Hunden.

Auch ihr Fressnapf steht in der Küche. Und wenn sie mal muss, stellt sie sich vor die Haustür, bis sie hinausgelassen wird. „Nur Bellen kann sie noch nicht“, scherzt Anita Ackermann.

Wenn Tiere bei anderen Tierarten aufwachsen, verhalten sie sich später oft wie diese anderen Tierarten. Zum Beispiel gibt es das, wenn Löwenbabys von Hunden großgezogen werden.

Doch das Reh Mia verhält sich oft auch wie ein Reh – und so gar nicht wie ein Hund: Es streift manchmal stundenlang auf dem Bauernhof der Ackermanns umher.

Dann futtert Mia Gras, Getreide, Eicheln, Blätter und so weiter. „Sie kommt aber immer zurück“, sagt Ernst Ackermann.

Die Ackermanns sind Jäger. Doch das stört Mia nicht. Und für alle Fälle haben die Menschen ihr ein orangefarbenes Warnhalsband umgelegt – damit auch andere Jäger erkennen, dass Mia ein Haustier ist. Die Ackermanns warnen aber davor, dass nun mehr Leute ein Reh als Haustier wollen. Sie sagen: Rehe sind Wildtiere, die in den Wald gehören.

Als Mia klein war, fütterte Anita Ackermann sie mit Milch aus dem Fläschchen. Foto: Thomas Frey

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