Paulas Nachrichten

Ein Haus auf dem Mond – Tunnel entdeckt

29.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Mond ist überzogen mit Gebirgen, Kratern und viel Staub. Dort leben keine Pflanzen oder Tiere und es plätschert kein Wasser in Flüssen. Trotzdem träumen manche Forscher von einem Haus auf dem Mond. Sie hoffen, dass dort zum Beispiel bald eine Raumfahrtstation stehen könnte, ähnlich wie die ISS im All.

Vielleicht sind sie diesem Traum nun ein Stückchen näher gekommen: Deutsche und japanische Wissenschaftler haben einen Tunnel auf dem Mond entdeckt. Der könnte Astronauten womöglich genug Schutz bieten, um eines Tages dort zu wohnen.

Bisher hat den Tunnel niemand aus der Nähe gesehen. Die Forscher haben ihn auf den Aufnahmen einer Raumsonde entdeckt – als kleinen schwarzen Fleck. „Der Fleck ist ein Loch. Ein sicheres Haus auf dem Mond“, sagte der Weltraumexperte Harald Hiesinger aus Münster in Nordrhein-Westfalen. Doch wie sieht es im Inneren aus? Gibt es Eis? Wie kalt ist es? „Sicher ist es dunkel darin“, sagt der Forscher.

Bis dort wirklich jemand leben kann, ist es noch ein sehr weiter Weg. Auf dem Mond gibt es keine Luft zum Atmen. Man müsste im Tunnel also zuerst irgendwie eine Blase mit einer künstlichen Atmosphäre schaffen – etwa wie eine Art aufblasbarer Ballon, in dem Menschen überleben könnten. Erst dann könnte man dort eine Station einrichten. Das Ganze wäre sehr teuer und aufwendig.

Ein rotes Holzhäuschen auf dem Mond – ein Traum des schwedischen Künstlers Mikael Genberg. Forscher träumen davon, dass Astronauten eines Tages auf dem Mond wohnen können. In solch ein niedliches Holzhäuschen werden sie dann aber sicher nicht ziehen. Denn auf dem Mond kann man nicht einfach so ein Haus bauen. Es gibt dort keine Luft zum Atmen, keine Pflanzen, kein Wasser in Flüssen. Und der Mond ist überzogen von Kratern und Gebirgen – alles in allem eine lebensfeindliche Umgebung. Foto: Mikael Genberg

Paulas Nachrichten