Paulas Nachrichten

Eier-Umzug ist riskant

28.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er ist eine riskante Sache – der Umzug der Meeresschildkröten-Eier vom Golf von Mexiko an die Atlantikküste. Denn die Tierschützer müssen sehr vorsichtig sein. Schildkröten-Eier sind nämlich recht empfindlich. Es gibt nur wenige Tage, an denen das Ausbuddeln an den Stränden und das Wegfahren der Eier überhaupt möglich ist. Entweder, wenn die Eier gerade erst gelegt wurden, weil dann im Inneren noch alles ganz flüssig ist. Oder ungefähr zehn Tage, bevor die Baby-Schildkröten schlüpfen – und dieser Termin ist in diesen Wochen.

Doch selbst, wenn der Transport mit dem Lieferwagen zum Atlantik und das Schlüpfen am neuen Strand klappen: Ganz außer Gefahr sind die kleinen Meeresschildkröten dann noch nicht. Manche Wissenschaftler rätseln, ob sich die Tiere in dem neuen Gewässer überhaupt zu Hause fühlen. Vielleicht wollen sie auch zurück in den Golf von Mexiko, weil sie ursprünglich dort an den Stränden abgelegt wurden. „Vielleicht wissen sie nicht, wohin sie schwimmen sollen“, sagt eine Expertin.

Dennoch sind sich die Fachleute einig: Der Eier-Umzug sei immer noch besser, als die Schildkröten im verölten Golf von Mexiko schwimmen zu lassen, wo sie vermutlich eingehen würden.

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