Paulas Nachrichten

Eichhörnchen sind nicht vergesslich

13.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Winter gibt es für viele Tiere draußen weniger zu fressen als im Sommer. Das wissen auch Eichhörnchen. Darum legen sie im Herbst viele Vorräte an. Sie sammeln Tannenzapfen, Bucheckern, Eicheln, Kastanien und Nüsse. Sie vergraben das Futter im Boden, unter Laub oder legen es in einer Baumhöhle ab. Auf diese Weise haben sie auch in der kalten Jahreszeit genug zu fressen. Da halten die Tiere zwar länger Winterruhe. Dazu kuscheln sie sich in ihr warmes Nest. Doch das ist kein langer Dauer- Winterschlaf, sondern eine Ruhe. Sie wachen auf, haben Hunger und ziehen zwischendurch los, um die Vorräte zu suchen. Doch manchmal finden sie die Verstecke nicht mehr. Viele Menschen glauben deshalb, Eichhörnchen seien ein bisschen zerstreut. Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland – kurz Nabu – ist anderer Meinung. Für ihn sind Eichhörnchen „nicht vergesslicher als andere Tiere“, sagt er. Sie vergraben im Herbst so viele Nüsse – da sei es für sie im Winter gar nicht so einfach, alle Verstecke wiederzufinden. „Besonders, wenn sich die Landschaft durch eine Schneedecke stark verändert hat“, erzählt der Tier-Fachmann. Wirklich schlimm ist das aber nicht. Denn aus jeder vergessenen Nuss könnte im nächsten Jahr ein Nussbaum werden. Und so tragen die Eichhörnchen ihren Teil dazu bei, dass der Wald neu wächst.

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