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Die Idee kann ein Pandabär sein

02.03.2013, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Mercedes-Benz-Museum durften sich 15 Kinder als Autodesigner versuchen

Dass Designer neue Autos entwerfen, ist bekannt. Doch die Form der Karosserie hängt auch von Modelleuren ab. Das erfuhren Paul und 15 Kinder bei einem Spezialworkshop im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.

Nicole gefallen runde Formen und die Farbe Blau. Fotos: Michele Danze

Etwa drei Jahre dauert es von der ersten Zeichnung eines neuen Mercedes bis zur Modellabnahme durch den Vorstand. So viel Zeit hatten die Teilnehmer der Aktion „Schlau mit Paula“ im Mercedes-Benz-Museum nicht. Zwei Stunden lang erhielten fünf Mädchen und zehn Jungen dennoch die Möglichkeit, sich als Autodesigner zu versuchen. Betreut wurden sie dabei ausnahmsweise sogar von echten Profis.

Die waren im Team extra für die ausgelosten Leserinnen und Leser der Kinder-Nachrichten zum Workshop unter dem Motto „Faszination Design“ nach Bad Cannstatt gekommen. Während der Nachwuchs an drei Stationen abwechselnd zeichnete, modellierte und ein Lenkrad gestaltete, gaben der Designer Andreas Hogh am Zeichentisch sowie die Modelleure Yannik Braitmaier und Jürgen Schnell nebenbei Einblick in ihre Arbeit. Und Siegfried Müller de Freitas suchte mit den Kindern an der Lenkrad-Station nach griffigen Bezügen und Möglichkeiten, das Ganze dekorativ zu befestigen.

Mit den Händen selbst etwas hervorbringen und währenddessen von echten Könnern lernen – dies müsste eigentlich Schule machen. Die Neun- bis Zwölfjährigen waren so konzentriert bei der Sache, dass die bereitgestellten Getränke und Butterbrezeln lange Zeit unangetastet blieben.

Dass es zu jedem Mercedes-Modell nicht nur Skizzen und Zeichnungen, sondern auch ein Tonmodell im Maßstab 1:4 und dann in Originalgröße gibt, überraschte sogar die Kinder-Chefreporterin Paula. Yannik Braitmaier erklärt, warum das so ist: „Ein Auto ist ein dreidimensionales Produkt zum Anfassen.“ Um zu erkennen, ob die Form stimmt, reiche eine 3-D-Computergrafik nicht aus. „Und auf einer guten Zeichnung sieht jedes Auto cool aus.“ Sogar das Innenleben eines Pkw wird im Tonmodell präzise dargestellt und überarbeitet. Dennoch steht die Skizze am Anfang des Designprozesses. Das Wichtigste dabei ist die Idee, der Einfall. Ein Mädchen zum Beispiel findet Pandabären toll. Warum also kein Auto entwerfen, das ein bisschen an die knuffigen runden Formen des Tiers erinnert? „Das ist gar nicht so einfach umzusetzen“, geht Andreas Hogh auf den Vorschlag ein. Aus mehreren übereinander liegenden Linien formt er einen rundlichen Flitzer. Dazu passt: Auch manche der von den Kinder gestalteten Lenkräder haben Tiermotive. In jedem Fall sind sie tierisch originell.

Ohne Profis und mit kleineren Tonmodellen findet die kostenlose Mitmachaktion für junge Museumsbesucher jeden Samstag und Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr im Mercedes-Benz-Museum statt.

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