Paulas Nachrichten

Die Geschichte der Rechenmaschinen

25.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie sind kleine Kunstwerke aus Zahnrädern und glänzendem Metall: Lange bevor es Taschenrechner gab, halfen schon andere Maschinen den Menschen beim Rechnen.

Rechenmaschine aus dem 19. Jahrhundert Bild: Arithmeum Bonn

Das Kästchen funkelt golden, wie eine kleine Schatztruhe. Doch halt! Hier sind keine Edelsteine versteckt, sondern darin steckt feinste Mechanik. Der schimmernde Kasten ist nämlich der Opa des Taschenrechners: eine Rechenmaschine.

„Schon vor Tausenden Jahren gab es Geräte, die den Menschen beim Rechnen helfen sollten“, sagt Ina Prinz. Sie leitet ein Museum für Rechenmaschinen. Das sogenannte Arithmeum liegt in der Stadt Bonn in Nordrhein-Westfalen. „Eines der ältesten Hilfsmittel ist der Abakus“, erklärt Ina Prinz. Dieser Apparat besteht aus mehreren Stangen, die nebeneinander liegen. Auf den Stangen schiebt man kleine Perlen hin und her. Das klingt vielleicht simpel. „Doch geübte Rechner können auf einem Abakus in Sekundenschnelle komplizierte Aufgaben lösen“, sagt die Rechner-Expertin. In Japan lernen Schüler sogar noch heute, wie man mit diesem einfachen Hilfsmittel rechnet. Doch automatisch rechnen können Abaki noch nicht.

Die erste richtige Rechenmaschine entwickelte der deutsche Mathematiker Wilhelm Schickard. Das war vor etwa 400 Jahren. Die Maschine sah aus wie ein kleiner Schrank aus Holz, mit vielen Rädchen und Anzeigen dran. Sie funktionierte noch ohne elektrischen Strom. Damit musste man zwar nicht mehr selbst rechnen. Doch für jede Rechenaufgabe musste man zahllose Rädchen drehen und Schieber ziehen. Auf Dauer war das doch ziemlich anstrengend! Mit der Zeit änderten die Rechenmaschinen Material und Form: Aus dem hölzernen Rechenschrank wurden Kunstwerke aus glänzendem Metall. Manche waren so groß wie ein runder Marmorkuchen.

Waren die Zahlen eingegeben, drehte der Benutzer an einem Hebel. Danach klackerten im Innern des Kästchens Hunderte winzige Zahnräder los. Wenige Augenblicke später erschien das Ergebnis auf kleinen Anzeigerädchen. Diese Rechenmaschinen sind echte Wunderwerke der Technik, erklärt Ina Prinz: „Noch heute staunen wir darüber, wie ausgetüftelt die Mechanik in diesen alten Maschinen ist.“ Doch mit der Entdeckung der Elektrizität begann das Ende der mechanischen Rechen-Kunstwerke. Zunächst übernahmen Motoren nur das anstrengende Drehen. Doch vor etwa 40 Jahren schließlich kam die erste Rechenmaschine mit modernem Mikrochip auf den Markt. Darin drehten sich keine Zahnräder mehr. Hier floss nur noch elektrischer Strom. Die Zeit der ausgetüftelten Rechner aus Holz und Metall war endgültig vorbei.

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