Paulas Nachrichten

Die Geschichte der Brille

14.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Buchstaben sind unscharf? Kein Problem: Wer nicht gut sieht, kann eine Brille bekommen. Aber was machten die Leute, als es noch keine Brillen gab?

Wenn vor vielen hundert Jahren Mönche im Kloster über ihren Büchern saßen, legten sie manchmal besondere Steine darauf. „Mit Hilfe der Steine konnten sie die Schrift besser lesen“, sagt Susanne Buck. Sie hat ein Buch über die Geschichte der Brille geschrieben. „Diese Steine waren so etwas wie die ersten Lesebrillen“, erzählt sie. Die Steine waren geschliffen und bestanden aus einem Kristall mit dem Namen Beryll. Von diesem Wort kommt auch der Name „Brille“.

Um das Jahr 1280 stellten Menschen zum ersten Mal richtige Brillengläser her. Das ist mehr als 700 Jahre her. Dafür brauchte man besonderes Glas. Das musste speziell geschliffen werden. Das konnten nur ein paar Menschen in Italien. Die Gläser kamen dann zwar in Brillengestelle. Doch die waren aus Leder oder Holz. Bügel, die über die Ohren reichen, hatten sie auch nicht. Die Menschen mussten die Brille also mit der Hand festhalten.

Nach dem Jahr 1700 konnte man in Deutschland billige Brillen kaufen. Die Gestelle waren meist aus Draht. Manche Leute nannten sie „Nasenquetschen“, weil sie eng an der Nase lagen. „Die waren vielleicht nicht perfekt. Aber immerhin waren das die ersten Brillen, die sich nicht nur reiche Leute leisten konnten“, sagt Susanne Buck.

„Bis vor 150 Jahren haben die Menschen ihre Brille immer nur kurz aufgesetzt“, erzählt die Expertin. Feine Damen zogen ihre Brillen aus der Tasche. Dann guckten sie schnell in der Ferne einen Menschen an und steckten sie rasch wieder ein. Es war nämlich verpönt, jemanden durch seine Brille anzugucken. „Das lag wahrscheinlich daran, dass die früheren Brillengläser die Menschen geblendet haben“, erzählt Susanne Buck. Ähnlich wie ein Spiegel, auf den Sonnenlicht fällt. Außerdem waren die Gläser damals nicht so gut wie heute: „Hätte man die Brille die ganze Zeit aufgehabt, hätte man wahrscheinlich Kopfschmerzen gekriegt“, sagt sie. Heute haben viele Menschen eine Brille. Manche Leute tragen die sehr gerne, weil sie Brillen schön finden. „Ich habe acht verschiedene Brillen zu Hause“, sagt Susanne Buck. „Zu jedem Outfit eine passende.“

Paulas Nachrichten

Der Weihnachtsmann fiel vom Himmel

AUGSBURG (dpa). Von weihnachtlichen Geschichten kann man um diese Jahreszeit nicht genug bekommen. Das dachte sich wohl auch die Augsburger Puppenkiste. Sie hat eine Weihnachts-Geschichte der Kinderbuch-Autorin Cornelia Funke in einen Kinofilm verwandelt.

Er heißt „Als der Weihnachtsmann…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten