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Die fliegenden Retter von „Christoph Berlin“ Wenn sie ausrücken, sind Menschen in Not: die Rettungsflieger am Berliner Unfallkrankenhaus

18.10.2014, Von Söhnke Callsen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BERLIN. Wenige Minuten nach dem Alarm schwebt der Hubschrauber in der Luft – ein Tag mit der Besatzung von „Christoph Berlin“.

Im Rettungshubschrauber sind viele medizinische Geräte, um die Patienten zu versorgen. Foto: Söhnke Callsen

Es ist 9.45 Uhr, als in der Rettungs-Station zum ersten Mal der Alarm schrillt. „Was haben wir?“, ruft Notarzt Jörg Beneker. „Verkehrsunfall§, antwortet sein Assistent Danny Jonik. Beide laufen zum Hubschrauber. Die Rotor-Blätter drehen sich schon. Pilot Thomas Reimer sitzt im Cockpit. Wenig später ist der Rettungs-Hubschrauber in der Luft und dreht knatternd ab.

Die drei Männer gehören zur Besatzung von „Christoph Berlin“. So heißt der Hubschrauber. Sein Platz ist auf dem Dach eines Krankenhauses im Osten der Hauptstadt Berlin. Von dort wird er gerufen, wenn Menschen in der Umgebung in Not sind.

Diesmal hat es auf einer Landstraße im Bundesland Brandenburg gekracht. Zwei Autos sind zusammengestoßen. Einige Personen sind verletzt. Mehr wissen Doktor Jörg Beneker und seine Kollegen noch nicht. Nach rund zehn Minuten schwebt „Christoph Berlin“ über dem Einsatzort.

„Dort drüben, das Maisfeld, das nehmen wir“, sagt Pilot Thomas Reimer. Auch Notarzt und Rettungs-Assistent helfen bei der Landung. «Keine Pferde, keine Hindernisse, alles okay», sagt Jörg Beneker.

Staub und Blätter wirbeln auf, als der weiß-rote Hubschrauber vorsichtig auf dem Feld aufsetzt. Jörg Beneker und sein Assistent schnappen sich den Notfall-Rucksack und laufen zum Unfallort. Rettungswagen und Feuerwehr sind auch schon da.

Die Helfer stellen schnell fest: Die beiden Autofahrer haben großes Glück gehabt. Sie sind nur leicht verletzt. Trotzdem soll eine Autofahrerin mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus fliegen. Sie ist schwanger und bekommt bald ein Baby. „Für Mutter und Kind ist der Transport in der Luft schonender“, erklärt der Notarzt. Die Frau wird auf einer Trage zum Hubschrauber geschoben. Wenige Minuten später hebt „Christoph Berlin“ wieder ab.

Jörg Beneker beruhigt die Patientin. „Machen Sie sich keine Sorgen, es ist so weit alles in Ordnung“, sagt der Arzt. Er fliegt schon seit mehr als 20 Jahren als Arzt mit dem Rettungshubschrauber zu Einsätzen. Auch wenn er manchmal schlimme Dinge sieht, mag er seinen Job doch sehr. „Nach unserem Eintreffen geht es den Menschen meist innerhalb weniger Minuten besser. Das ist ein tolles Gefühl.“

Zurück auf der Station wartet erst mal andere Arbeit auf das Team. Notarzt und Assistent müssen einen ausführlichen Bericht über den Einsatz schreiben. „Das ist zum Beispiel wichtig, damit unsere Arbeit später auch von der Krankenkasse bezahlt wird“, erklärt der Arzt.

Pilot Thomas Reimer kümmert sich inzwischen um den Hubschrauber. Mehr als 100 Liter Sprit hat „Christoph Berlin“ bei dem Flug geschluckt – jetzt muss aufgetankt werden. Außerdem schließt Thomas Reimer den Hubschrauber an den Strom an. Damit alle medizinischen Geräte wieder aufgeladen werden und für den nächsten Einsatz bereitstehen.

Plötzlich piept es laut. Der nächste Einsatz für Notarzt Jörg Beneker und sein Team. Wieder ein Autounfall. Thomas Reimer startet den Hubschrauber. Jörg Beneker entfernt noch das Stromkabel und springt hinein. Und schon schwebt „Christoph Berlin“ über die Dächer von Berlin zum nächsten Notfall.

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