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Die Etrusker: geheimnisvoll und schlau

13.08.2016, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die erste Hochkultur in Italien vor den Römern entwickelte schon viele Techniken

Sie lebten vor mehreren Tausend Jahren. Doch bis heute geben sie den Forschern Rätsel auf: die Etrusker.

Karte der ehemaligen Etruskergebiete in Italien Grafik: S. Stein

MÜNCHEN. Kennst du das Land Etrurien? Das ist kein Ort aus einem Märchen. Etrurien gab es wirklich. Allerdings ist das schon ziemlich lange her: etwa 2500 Jahre. Vielleicht warst du schon einmal dort. Wo früher Etrurien war, ist heute nämlich das Land Italien. Genauer gesagt: die Mitte und der Norden von Italien. Dort, wo heute zum Beispiel die Region Toskana ist.

Die Menschen, die in Etrurien lebten, hießen Etrusker. Sie geben den Forschern bis heute viele Rätsel auf. Die Fachleute können zum Beispiel die Sprache der Etrusker nicht verstehen. Sie haben zwar herausgefunden, dass die Etrusker von rechts nach links geschrieben haben. Und sie können die Worte auch lesen. Aber was die Worte bedeuten, das wissen die Forscher in vielen Fällen nicht.

„Wir wissen aber, dass die Etrusker sehr schlau waren. Und enorm lernfähig“, erklärt der Fachmann Florian Knauß. Er arbeitet in einem Museum in der Stadt München. Dort gibt es gerade eine große Ausstellung über die Etrusker.

Dieses Volk schaffte es in sehr kurzer Zeit, sehr erfolgreich zu werden. „Die Etrusker waren die erste Hochkultur in Italien. Vor den Römern“, verrät der Fachmann. Die Etrusker lebten in verschiedenen Städten. Jede Stadt wurde von einem eigenen König regiert. „Es gab aber keinen festen Zusammenschluss zwischen den einzelnen Städten“, sagt der Experte. Die Etrusker bauten Stadtmauern, Paläste und Straßen, die die Städte miteinander verbanden.

Besonders berühmt sind die Etrusker aber für ihre Gräber. Diese wurden in den Fels gehauen oder in einem riesigen Erdhügel angelegt. Die Gräber waren oft so groß wie ein ganzes Haus. „Die Etrusker feierten dort zu Ehren der Toten prächtige Feste. Mit gutem Essen, Akrobaten und Tänzern“, sagt Florian Knauß. Viele Dinge, die wir heute im Museum bestaunen können, stammen aus diesen Gräbern.

Die Etrusker bauten aber noch mehr. Beispielsweise Anlagen, mit denen sie sumpfiges Land trockenlegen konnten. Sie legten Bewässerungsanlagen für die Felder an. Das schauten sich zum Beispiel die Römer später von den Etruskern ab. Außerdem waren sie gute Goldschmiede. Und sie hatten Bergwerke. Dort bauten die Etrusker Eisen und andere Metalle ab. „Diese Stoffe waren im Mittelmeer-Raum sehr selten und deshalb sehr begehrt“, erklärt der Fachmann. Doch was ist mit den Etruskern passiert? Die Römer wurden immer mächtiger und eroberten das Gebiet der Etrusker. Diese erkannten, dass sie keine Chance gegen die römische Armee hatten. Viele schlossen sich deshalb den Römern an.

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