Paulas Nachrichten

Der Uhu fühlt sich wieder bei uns heimisch

01.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Buhoo – buhoo – buhoo“– so klingt es, wenn ein Uhu-Mann ruft. Aber der riesige Vogel ist nur selten zu hören. Denn er ist ein Heimlichtuer. Ein Uhu jagt nur in der Dämmerung oder nachts nach Beute. Dazu zählen zum Beispiel Mäuse, Hasen oder auch Vögel.

Vor etwa 50 Jahren gab es in Deutschland kaum noch Uhus. Denn die Menschen hatten die größte Eule der Welt so stark gejagt, dass sie schließlich nahezu ausgestorben war. Aber inzwischen fühlt sich der Greifvogel bei uns wieder heimisch.

Mehr als 2000 Uhu-Paare brüten in Deutschland, sagt Experte Christoph Grüneberg. Er kennt sich mit seltenen Brutvögeln wie dem Uhu aus. Denn er arbeitet zusammen mit anderen Fachleuten an einem Atlas über die Vögel in Deutschland, der zeigt, wie viele Vögel einer Art wo brüten.

Dass der Uhu sich in Deutschland wieder wohlfühlt, dafür haben Naturschützer und Förster gesorgt. Sie züchteten Uhus in Gefangenschaft und ließen die jungen Vögel dann frei. Außerdem achteten sie darauf, dass die Greifvögel ihre Ruhe haben.

Die Uhu-Mama mag es beim Brüten nicht, wenn sie gestört wird. Dann verlässt sie den Horst – so wird das Uhu-Nest genannt – und kommt nicht wieder. Deshalb muss man auch weiterhin auf die Uhus aufpassen. Die Tiere dürfen nicht gestört werden. Wer im Wald oder in einem Steinbruch einen Horst findet, der sollte es nur dem Förster erzählen. Denn die Förster haben ein Auge darauf, dass die niedlichen Uhu-Babys und ihre Eltern in Ruhe gelassen werden. Früher hatten die Menschen Angst vor dem mächtigen Vogel. Bis zu drei Kilogramm bringt ein Weibchen auf die Waage. Mit ausgebreiteten Flügeln misst sie bis 1,70 Meter, also so etwa so viel wie eine erwachsene Frau groß ist. Übrigens sind Uhu-Weibchen breiter und schwerer als die Männchen.

Besonders auffällig am Uhu sind die Federbüschel an den Ohren und die leuchtend orangefarbenen Augen. Foto: Patrick Pleul/lbn

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