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Der Meister der Experimente

26.08.2017, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vielerlei Versuche zu Magnetismus und Elektrizität führten zum Faradayschen Käfig

Er zählt zu den berühmtesten Forschern überhaupt: Michael Faraday. Er starb zwar vor 150 Jahren. Aber seine Entdeckungen über die Wirkungen von Strom und Magneten nutzen wir heute noch.

Professor Horst Fischer steht im Hörsaal der Universität Freiburg in einem Faradayschen Käfig. Wenn ein Blitz ein Metallgehäuse trifft, ist man im Inneren sicher – das nennt man einen Faradayschen Käfig. Foto: Patrick Seeger

BERLIN (dpa). Hast du schon mal versucht, dir selbst was beizubringen – ohne Hilfe von Erwachsenen? Das ist nicht leicht! Einer, der das super konnte, war Michael Faraday.

Er lebte vor langer Zeit im Land Großbritannien und fand viele wichtige Dinge heraus. Zum Beispiel gehen die heutigen Elektro-Motoren auf seine Experimente zurück. Seine Entdeckungen stecken auch in bestimmten Herdplatten und Ampeln.

„Dass aus ihm einmal ein berühmter Wissenschaftler werden würde, hat niemand erwartet“, erklärt der Geschichts-Fachmann Friedrich Steinle. Michael Faraday stammte aus einer armen Familie. Schon als Kind musste er Geld verdienen. Er arbeitete als Laufbursche bei einem Buchbinder.

Das war gut für den jungen Michael, denn er durfte später dort eine Ausbildung als Buchbinder machen. „Nach der Arbeit las Faraday viele der Bücher, die in der Werkstatt gebunden wurden“, erzählt Friedrich Steinle. „Außerdem ging er zu speziellen Vorträgen für Jugendliche.“

Von dem, was er lernte, machte sich Michael Faraday Notizen. Er schrieb sie in Schönschrift ab und fertigte daraus ein Buch. Eines Tages bekam er vier Eintrittskarten geschenkt für Vorträge des berühmtesten Chemikers dieser Zeit.

Michael Faraday hörte sich die Vorträge gespannt an und machte aus seinen Notizen wieder ein Buch. Das schickte er dem berühmten Chemiker. Er fragte, ob der nicht eine Arbeit für ihn habe. Denn Faraday wollte unbedingt Forscher werden.

„Das war sehr mutig und auch ein bisschen frech“, sagt Friedrich Steinle. Michael Faraday hatte aber Glück: Er wurde Labor-Gehilfe. „Er war der Gläschen-Putzer“, erklärt der Experte. Das war in Ordnung, denn nach Feierabend konnte Faraday experimentieren. Experimente waren sein Ding! Zuerst machte Faraday chemische Versuche. Er untersuchte also, wie bestimmte Stoffe miteinander reagieren. Doch dann bat ihn ein Freund, einen Aufsatz zu schreiben – zum Thema Elektro-Magnetismus. Dabei geht es um Strom und die Frage, welche Wirkung dieser auf Magnete hat.

Michael Faraday hatte davon keine Ahnung. Aber er machte einfach, was er immer tat: Er fuchste sich in das Thema hinein und experimentierte! Fachleute vermuten, dass er im Laufe seines Lebens mehr als 20 000 Experimente machte. Alle Versuche notierte er in seinen Forschungs-Tagebüchern. Die Bücher hat Michael Faraday natürlich selbst gebunden. Gelernt ist gelernt!

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