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Der Künstler, der mit Schablonen malt

19.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kleister, Messer, Sprühdosen – das ist das Werkzeug von L.E.T. Der Künstler malt mithilfe von Schablonen besondere Bilder. Seine Kunst kann man auf der Straße sehen – in vielen Städten der Welt.

Ein Werk des Stencil-Künstlers L.E.T. auf einem Bauzaun aus Holz Foto: Lisa Krassuski

Richtig wütend guckt der Junge. In seiner Hand hält er eine Medaille, auf der „2. Platz“ steht. Vielleicht ist das der Grund für seine schlechte Laune? Der Junge ist auf einem Bild zu sehen. Genauer gesagt auf einem Bild, das auf einem Bauzaun aus Holz ist. Es sieht aus wie gemalt, aber auch ein bisschen wie ein Foto. Tatsächlich war der Junge ursprünglich mal auf einem Foto abgebildet. Doch wie ist er dann auf der Holzwand gelandet?

Das Bild ist vom Künstler L.E.T. Er hat das Foto zuerst mit dem Computer etwas verändert. Dann hat er es ausgedruckt und daraus eine Schablone geschnitten. Mit dieser Schablone wurde das Bild auf Papier gesprüht. Und das Papier hat er dann auf den Bauzaun geklebt. Puuuh, ganz schön viel Arbeit! Weil man beim Erschaffen der Bilder Schablonen benutzt, nennt man das auch Schablonen-Kunst oder Stencil (gesprochen: stänzill). Das ist das englische Wort für Schablone.

L.E.T. macht schon seit rund 20 Jahren Schablonen-Kunst. Der 40-Jährige wohnt in Düsseldorf, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen. Erst hat er seine Bilder nur nebenbei gemacht. Doch mittlerweile ist L.E.T. so bekannt, dass er von seiner Kunst sogar leben kann. Seine Stencils kann man auf der ganzen Welt bestaunen: etwa in New York, London, Paris und in vielen Städten Deutschlands.

Viele seiner Bilder sind richtig lustig. Aber manche sind auch über Politik und ernst – man muss ein bisschen über sie nachdenken. Die Spezialität von L.E.T. sind Stencils, die er erst auf Papier sprüht und dann an die Wand klebt. Natürlich hat L.E.T. auch einen richtigen Namen – doch den verrät er nicht gern. „Der Künstlername ist zum Schutz“, erklärt er.

Es ist nämlich verboten, Bilder auf fremde Wände zu kleben oder zu sprayen. „Ich mache das deshalb immer an Plätzen, wo es niemanden stört“, erklärt L.E.T. Etwa auf Wänden, die bald abgerissen werden, oder auf Bauzäunen. Oft würden sich die Leute sogar richtig über seine Straßenkunst freuen.

Wenn du dich für Schablonen-Malerei oder andere Straßenkunst interessierst – tobe dich dort aus, wo es erlaubt ist. Schnapp dir zum Beispiel ein großes Stück Karton oder eine Leinwand. In vielen Jugendzentren gibt es extra Wände, auf denen man sprühen darf.

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