Paulas Nachrichten

Der Herr der Rennstrecken

31.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hermann Tilke entwirft Kurse, auf denen Formel-1-Autos um die Wette rasen

Die Formel-1-Strecke in Sepang, das liegt in Malaysia, hat Hermann Tilke geplant. Auf dem Bild fährt Michael Schumacher Foto: dpa

Immer wieder flitzen die schnellen Formel-1-Autos über die Rennstrecken. Wer denkt sich eigentlich so einen Rundkurs aus? Hermann Tilke ist so ein Fachmann, der das kann.

Mit einem großen Blatt Papier und einem dicken Stift sitzen die Leute um einen Tisch herum. Jeder sagt seine Ideen, wie die Rennstrecke aussehen könnte. Wenn Hermann Tilke mit anderen einen Kurs plant, ist das einer der ersten Schritte. Der 57-Jährige hat schon mehrere Anlagen entworfen. Bevor die Fachleute diskutieren, haben sie sich das Grundstück angeschaut. Sie müssen schauen, ob der Boden sumpfig oder sandig ist, oder das Gelände flach oder bergig ist.

„Dann setzen wir uns so mit acht oder zehn Leuten zusammen“, sagt Tilke. „Und wir streiten, weil der eine die Idee hat, der andere eine andere. Wenn wir uns dann einig sind, machen wir einen ersten Plan, auf dem alles grob eingezeichnet wird.“ Die Planer zerbrechen sich nicht nur den Kopf über Kurven, Geraden und die Gerade für Start und Ziel. Sie bestimmen auch, wo die Tribünen stehen, auf denen die Zuschauer das Rennen verfolgen. Sie denken an die Boxengebäude, in denen die Teams ihre Autos vorbereiten. Später verfeinern die Experten die Pläne am Computer.

„Da können wir dann auch so tun, als ob ein Auto über die Strecke fährt“, sagt der Rennstrecken-Planer. Das ist wichtig, um den Kurs möglichst sicher zu bauen. Neben manchen Streckenabschnitten planen die Fachleute Sicherheitszonen ein. „Dafür stellen wir am Computer nach, was passiert, wenn ein Auto von der Strecke abkommt, falls zum Beispiel ein Reifen platzt“, sagt Tilke. „Daraus errechnen wir dann den Platz, der frei bleiben muss.“

Und wenn dann die Bauarbeiter werkeln und Planierraupen, Bagger und Kräne über das Grundstück rollen, beaufsichtigen die Planer das Ganze. „Wir achten darauf, dass alles so gemacht wird wie es gedacht ist“, sagt Tilke. Fertig wird eine Strecke oft erst kurz bevor die Rennwagen zum ersten Mal darüber rasen. Von den Fahrern bekommt Hermann Tilke dann manchmal Lob zu hören. Manchmal mäkeln sie aber an der Strecke herum. Oder sie wünschen sich zum Beispiel schärfere Kurven.

Wann immer in den letzten Jahren eine neue Strecke gebaut wurde, war Hermann Tilke verantwortlich. Für ihn ist das toll. Andere meckern: Seine Rennstrecken seien alle ähnlich.

Einige finden, die modernen Anlagen hätten nicht den Charme der älteren Strecken – die zum Beispiel mitten in der Stadt oder im Wald liegen. dpa

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