Paulas Nachrichten

Der Flughafenförster vertreibt Vögel

20.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Förster streift normalerweise durch Wiesen und Wälder. Bei Thomas Müntze aus Frankfurt ist das anders. Er arbeitet als Förster auf dem Flughafen. Seine Hauptaufgabe ist es, Vögel von dem riesigen Gelände zu vertreiben.

Flughafenförster Thomas Müntze. Seine Hauptaufgabe ist es, Vögel von dem riesigen Gelände zu vertreiben. Foto: Andreas Arnold dpa

Denn wenn ein oder mehrere Vögel mit einem Flugzeug zusammenprallen, kann das manchmal schwere Schäden verursachen. Das gilt vor allem für größere Vögel wie Schwäne und Bussarde oder für ganze Vogel-Schwärme. Wenn die in das Triebwerk des Fliegers geraten, könnte es zum Beispiel Feuer fangen. Schwere Unfälle kommen aber selten vor, sagt Thomas Müntze. Um Vögel erst gar nicht auf den Flughafen zu locken, hat er sich einiges ausgedacht. Es gibt keine Teiche, auf denen sich Enten niederlassen könnten. Außerdem gibt es keine Büsche mit Beeren, die sonst hungrige Vögel anlocken. Es liegt kein Müll herum, der Tauben zum Herumwühlen einlädt. Außerdem lässt der Förster Gräser und Pflanzen so hoch und dicht wachsen, dass Mäuse und andere kleine Tiere sich gut verstecken können. Dann kämen auch keine Greifvögel. „Wenn die Falken merken, dass hier nichts zu holen ist, suchen sie sich andere Futterstellen“, erklärt Thomas Müntze. Der Flughafenförster hat zwar bei seinen Rundfahrten über das Flughafengelände ein Jagdgewehr dabei. Das benutzt er aber nur selten, in diesem Jahr noch nicht ein Mal.

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