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Dehnen und strecken für den Erfolg: Paul tanzt Ballett

17.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ballett ist nur was für Mädchen? Das findet Paul Walker überhaupt nicht! Der Zehnjährige besucht in Berlin eine spezielle Tanzschule. Neben Mathe, Deutsch und anderen Fächern steht jede Woche mehrmals Ballett auf dem Stundenplan.

Paul betrachtet sich konzentriert im Spiegel. Er zieht den Bauch ein, spannt den Po an, streckt das Bein gerade zur Seite. Mit einer Hand hält er sich an der Stange fest. Seine Füße stecken in Schläppchen. „Streck die Zehen noch ein bisschen besser durch“, sagt sein Lehrer Christoph Böhm. Beim Ballett muss man auf jedes Körperteil achten. Paul schwitzt vor Anstrengung.

Der Zehnjährige will später mal Tänzer werden. Er besucht deshalb die staatliche Ballettschule in der Hauptstadt Berlin. „Ich habe mir fest gewünscht, dass ich hierher darf“, sagt er. Und er hat dafür fleißig geübt. Jetzt geht Paul in die fünfte Klasse und ist im Probejahr. Wie alle Kinder muss er auch normale Sachen lernen. Englisch, Mathe und Deutsch hatte er heute schon. Doch Tanzen ist für ihn das Wichtigste.

Nach den Übungen an der Stange gehen die Jungs in die Mitte des Saals. Mädchen und Jungen haben getrennt Tanzunterricht. Heute sind die Ballettschüler besonders konzentriert. Denn es steht eine wichtige Prüfung an, die auch darüber entscheidet, ob Paul nach den Sommerferien wiederkommen darf. Er ist ziemlich nervös! Es ist die letzte Stunde vor der Prüfung.

In einer Ecke steht ein Klavier, der Pianist schlägt eine Taste an. Die Schüler beginnen ihren Tanz. Er besteht aus vielen verschiedenen Schrittfolgen. Besonders schwierig findet Paul, sich zu merken, welcher Fuß vorne sein muss, was die Arme machen, wie oft eine Bewegung wiederholt wird. „Das muss man üben, bis man es auswendig kann“, erklärt er.

Bei der Prüfung schaut die Jury genau hin, was die Jungs machen. Jede Bewegung muss exakt sitzen.

Kleinigkeiten entscheiden: Halten die Jungs ihre Hände elegant, sind die Beine bei den Sprüngen gestreckt? Ballettlehrer Christoph Böhm darf keine Tipps geben. Paul gibt sich alle Mühe. Doch am Ende reicht es nicht ganz . . .

Natürlich ist Paul sehr traurig. Er hatte an der Schule schon viele Freunde gefunden. Nach den Sommerferien wird er wieder eine normale Schule besuchen.

Seinen Traum von der Karriere als Tänzer will der Zehnjährige aber nicht aufgeben. Nachmittags will er sich seine Ballett-Schläppchen schnappen und wieder Tanzunterricht nehmen. „Ich will unbedingt weitermachen, ich liebe doch Ballett“, sagt er.

Der zehnjährige Paul Walker will später mal Tänzer werden. Er besucht deshalb die staatliche Ballettschule in Berlin. Foto: Aglaja Adam

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