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„Das sind doch meine Hausis!“

31.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beim Lernen zu Hause sollten sich eure Eltern nur einmischen, wenn ihr wirklich Hilfe braucht

Hast du deine Hausaufgaben schon gemacht?“ Ein typischer Satz von Eltern. Einige Mütter und Väter kontrollieren gern, ob die Aufgaben ordentlich gemacht sind. Und ob die Rechenergebnisse im Matheheft stimmen.

Lisa bekommt Hilfe von ihrem Papa. Foto: dpa

Manche machen bei den Hausaufgaben sogar richtig mit. Die Mutter etwa brütet über einer Matheaufgabe. Der Vater malt ein Muster sauber aus.

Einige Schüler lehnen sich da entspannt zurück. Sie genießen die Hilfe. Andere dagegen sind genervt. Auch einige Fachleute sehen den Einsatz von Eltern bei den Hausaufgaben kritisch.

„Wenn sich Eltern zu sehr einmischen, ist das nicht gut“, sagt Hanna Dumont. Sie ist 29 Jahre alt, arbeitet an der Universität Potsdam auf dem Gebiet Bildungswissenschaften und hat zum Thema Eltern und Hausaufgaben geforscht. Sie hat darüber ein Fachbuch geschrieben, eine Doktorarbeit.

Das Ergebnis: „Wenn Eltern so viel Druck bei den Hausaufgaben machen, dass es deshalb immer wieder Streit und Stress gibt, hilft das nicht beim Lernen“, sagt Hanna Dumont.

Im Gegenteil: „Die Schüler quälen sich mit den Aufgaben herum, oft stundenlang. Manche verlieren die Lust an den Hausaufgaben und am Lernen. Die Noten werden schlechter“, erzählt sie.

Dazu kommt: „Ein Lehrer will ja nicht wissen, ob die Eltern den Stoff begriffen haben. Er will an Hausaufgaben ablesen, was ein Schüler verstanden hat oder was er ihm vielleicht noch einmal erklären muss“, sagt Josef Kraus. Er ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und unterrichtet selbst an einer Schule. Hanna Dumont findet es wichtig, dass Schüler sich bei den Hausis nicht nur den Unterrichtsstoff einprägen. Entscheidend sei, dass Kinder lernen, selbstständig Aufgaben zu lösen, sich aufs Lernen zu konzentrieren und für ihre Leistungen Verantwortung zu übernehmen.

„Das klappt nicht, wenn sich die Eltern einmischen“, sagt sie. Das heißt aber nicht, dass Kinder ihre Eltern beim Lernen wegschicken sollten.

„Wenn etwas unklar ist, darf man die Eltern ruhig fragen. Es ist toll, wenn sie etwas erklären können, was man nicht verstanden hat“, sagt Hanna Dumont. Und wer die Hausaufgaben leicht vergisst, darf sich auch mal daran erinnern lassen, findet sie. Damit es in der Schule keinen Ärger gibt. (dpa)

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