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Das Geheimnis der drei Könige Von den Weisen, die eine lange Reise auf sich genommen haben, um das Christuskind zu begrüßen

04.01.2014, Von Markus Brinkmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am 6. Januar feiern wir den Tag der Heiligen Drei Könige. Doch warum ist das so? Und warum wird die Ankunft der drei an der Krippe besonders gefeiert?

Die Heiligen Drei Könige sind so etwas wie Phantome. In der Bibel – genauer gesagt in dem Teil, den Matthäus geschrieben hat – steht nur sehr wenig über die Männer, die angeblich das Jesuskind an der Krippe besucht haben sollen. Dort heißt es:

„Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: ‚Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten.‘“

Wer also sind diese Männer?

Außer dieser kurzen Beschreibung bei Matthäus gibt es in der Bibel keinen weiteren Hinweis auf die drei Könige. In der Textstelle werden sie als Weise beschrieben. Das bedeutet, dass sie besonders klug waren. In Sagen und Legenden wird jedoch von ihrem weiteren Leben erzählt. Demnach wurden die drei zu Bischöfen geweiht. Sie sollen nacheinander gestorben und in einem gemeinsamen Grab beerdigt worden sein.

In der Bibel ist die Rede von drei Weisen. Warum heißt der 6. Januar Dreikönigstag?

Es gibt viele Geschichten, die sich um die Herkunft, die Namen und das Alter der Weisen drehen. Manchmal werden sie sogar als Magier bezeichnet. Weil in anderen Teilen der Bibel erzählt wird, dass auch Könige Jesus Geschenke gebracht haben, wurden aus den Weisen irgendwann Könige. Weil sie die drei Gaben Weihrauch, Myrrhe und Gold mitgebracht haben, glaubte man, dass es sich um drei Männer handelte.

Woher weiß man die Namen der Heiligen Drei Könige?

Die Namen wurden im 6. Jahrhundert festgelegt. Kaspar ist persisch und bedeutet so viel wie „Schatzmeister“. Melchior ist hebräisch und bedeutet „König des Lichts“. Nur der Name Balthasar hat zwei Bedeutungen. Auf Hebräisch heißt er so viel wie „Gott wird helfen“; im Altsyrischen bedeutet er „Gott schütze den König“. In der Kunst tragen die drei Männer orientalische Trachten. Einer von ihnen wird mit einer dunklen Hautfarbe dargestellt. Das ist Kaspar. Er soll aus Afrika kommen und schenkt Jesus Myrrhe. Das ist das Harz eines Baums. Es wurde für die Salbung von Königen und die Medizin verwendet. Melchior dagegen soll Europäer sein und bringt Gold. Balthasar soll ein asiatischer König sein, der Weihrauch als Gabe bringt. Weihrauch ist das Harz eines Baums, der hauptsächlich in Indien wächst.

Warum kommen die Heiligen Drei Könige erst zwei Wochen nach Weihnachten?

Das liegt daran, dass es früher unterschiedliche Kalender gab – nämlich den julianischen und den gregorianischen Kalender. Der 25. Dezember im julianischen Kalender fiel auf den 6. Januar im gregorianischen Kalender. Damals galt der 6. Januar als Jahresbeginn. Er markierte das Ende des Winters. Im 4. Jahrhundert ersetzte die Kirche das alte Jahreszeitenfest durch das christliche Fest der Epiphanie. Epiphanie bedeutet Erscheinung. Von nun an gedachte man der Heiligen Drei Könige. Aber es ist das Fest der Erscheinung von Jesus.

Was bedeutet das Zeichen „C+M+B“, das die Heiligen Drei Könige über die Tür schreiben?

In katholischen Gegenden ist es üblich, dass die Heiligen Drei Könige das Haus segnen. Das machen heute die Sternsinger. Mit Kreide, die ein Pfarrer vorher geweiht hat, schreiben sie die Zeichen „C+M+B“ an die Balken der Haustüren. Die Buchstaben stehen für die lateinischen Wörter „Christus mansionem benedicat“. Das heißt „Christus segne dieses Haus“. Gleichzeitig sind es die Anfangsbuchstaben der Namen der drei Könige. Dazu schreiben sie die aktuelle Jahreszahl und versehen sie mit einem Stern. Dieser Stern steht für den Stern von Bethlehem, während die Kreuze zwischen den Buchstaben für Gott stehen: für Vater, Sohn und den Heiligen Geist.

Wie wird der Tag in anderen Ländern gefeiert?

In manchen Gegenden Frankreichs und der Schweiz wird am 6. Januar das Bohnenfest gefeiert. Dazu wird in einem Kuchen eine Mandel oder eine Trockenpflaume eingebacken. Wer das Stück mit der Mandel oder der Trockenpflaume bekommt, der darf einen Tag lang der König der Familie sein. Diese Tradition wird auch in Österreich, den Niederlanden, England, Portugal, Spanien und Mexiko gefeiert. Außerdem gibt es Länder, in denen der 6. Januar wichtiger ist als der 24. Dezember. Spanische Kinder freuen sich beispielsweise besonders auf den Dreikönigstag. Ihnen bringt nicht das Christkind die Geschenke, sondern die Heiligen Drei Könige. Dazu schreiben sie ihrem Lieblingskönig einen Wunschzettel und stellen einen Stiefel vor die Tür. So wie die deutschen Kinder am Nikolaustag.

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