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Darum ist „Johannes Kepler“ verglüht

24.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Je schneller ihr eure Handflächen aneinanderreibt, desto wärmer werden sie. Bei einem Raumschiff ist das so ähnlich: Es reibt sich an den winzig kleinen Teilchen in der Luft.

Weil es so irre schnell unterwegs ist, entsteht dabei eine enorme Hitze. Das ist auch der Grund, warum der Weltraumfrachter „Johannes Kepler“ verglühte, als er in die Lufthülle der Erde sauste. Raumfähren, die mehrmals ins All und zurückfliegen sollen, haben außen eine spezielle Schutzschicht – den sogenannten Hitzeschild. Er besteht oft aus besonderen Kacheln, die große Hitze aushalten können.

Nützlich bis zum Schluss

Der Raumfrachter „Johannes Kepler“ machte sich sogar noch in seinen letzten Minuten nützlich. Er hatte ein besonderes kleines Gerät an Bord: Das zeichnete Infos auf, zum Beispiel über die Temperatur, die Beschleunigung und die Position des Transporters. Bevor das Gerät in den Ozean stürzte, funkte es diese Infos an die ESA-Experten.

Die wollen solche Dinge wissen, damit sie besser vorhersagen können, was mit einem Raumschiff genau geschieht, wenn es in der Atmosphäre verglüht. So können sie künftig noch besser Gefährte bauen, die in möglichst ungefährliche Teile zerbrechen.

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