Paulas Nachrichten

Besuch in einer Fußballschule

18.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Morgens Fußballtraining, Mittagspause, wieder Training. In einer Fußballschule trainiert man ein bisschen wie die Profis. Und manchmal lernt man Tricks von Leuten, die selbst mal Profis waren.

Die jungen Kicker springen in der Fußballhalle umher. Es ist laut, alle scheinen ein wenig aufgedreht und rufen durcheinander. Erst als Torsten Wohlert in die Halle kommt, werden die Jungen ruhiger und warten gespannt.

Torsten Wohlert hat etwa 15 Jahre lang in der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga gespielt, die meiste Zeit davon beim MSV Duisburg. Inzwischen hat der Abwehrspieler seine Karriere längst beendet. Jetzt trainiert der 45-Jährige Kinder – als Trainer in einer Fußballschule.

Für ein paar Tage trainiert er zum Beispiel eine Gruppe in Meerbusch in der Nähe von Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Die jungen Fußballer sind zwischen fünf und dreizehn Jahre alt. Von einem früheren Profi trainiert zu werden, ist für viele etwas Besonderes. Und aufregend. „Ich habe immer noch ein wenig Lampenfieber“, gesteht der neun Jahre alte James Inglis. Im Verein spielt er nicht, aber das Training gefällt ihm. James sagt: „Wir lernen eine ganze Menge: Tricks, Schnelligkeit, Kopfbälle, richtiges Schießen – alles dabei.“

Heute steht eine Fußball-Olympiade auf den Programm. An verschiedenen Stationen zeigen die Jungen, dass sie dribbeln können. Und dass sie gelernt haben, den Ball hoch oder flach zu schießen und zu köpfen. Auch der zehn Jahre alte Maurice Kasnitz gibt sein Bestes. Er ist Torwart in einer Jugendmannschaft von Bayer Uerdingen und möchte später mal Profi werden. „Oder Meeresbiologe. So genau weiß ich das noch nicht“, sagt er. Maurice gefällt, dass man in der Fußballschule den ganzen Tag Fußball spielt und neue Jungs kennenlernt. Maurice ist schon das dritte Mal dabei. „Teamgeist ist beim Fußball das Wichtigste“, findet er. Nach der Mittagspause geht es für die Teilnehmer weiter mit dem Training, bevor zum Schluss noch ein richtiges Spiel ansteht. „Das macht schließlich allen am meisten Spaß“, sagt Torsten Wohlert.

Training, Mittagspause, noch ein Training: So geht es oft in einem Fußball-Feriencamp zu. Am Anfang des Trainings wärmen sich die Kicker normalerweise auf. Foto: Maximilian Haupt

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