Paulas Nachrichten

Besuch in einem Schmetterlingshaus

04.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Blauer Schmetterling von links, ein Flügelschlag direkt über dem Kopf, und plötzlich sitzt einer auf der Schulter: In einem Schmetterlingshaus kann man die bunten Tiere hautnah beobachten. Eins gibt es zum Beispiel in Potsdam in Brandenburg.

Schwupps, und schon sitzt der riesige blaue Schmetterling auf der Schulter. Diedel Griebner lächelt. Er berührt leicht die Füße des Insekts – und schon huscht die fliegende Schönheit wieder davon. „Schüchtern sind unsere Schmetterlinge sicher nicht“, sagt Diedel Griebner. Er ist Schmetterlings-Pfleger und kümmert sich um die rund fünfzig Schmetterlinge im Schmetterlingshaus in Potsdam. Das Schmetterlingshaus ist ein Glashaus und so groß wie eine Drei-Zimmer-Wohnung.

Dort dürfen Schmetterlinge herumflattern, wie sie mögen. Auf dem Holzfußboden stehen in großen Töpfen viele Pflanzen mit bunten Blüten, großen grünen Blättern oder feinen Ästen. Die Schmetterlinge setzen sich mal in die Blätter, mal flattern sie ein wenig durch die Luft und suchen sich einen neuen Platz.

Zwischen all den Pflanzen stehen bunte Gestelle. Die sehen ein bisschen aus wie Mini-Stehtische. Darauf sind kleine Schälchen mit einer Flüssigkeit und Glasschalen mit Fruchtscheiben: Hier gibt es Nahrung für die Schmetterlinge. Immer wieder huscht einer hin, setzt sich auf den Tisch und steckt seinen kleinen Rüssel in eine Scheibe Banane, Orange oder Kiwi. „Schmetterlinge saugen mit ihrem Rüssel den Saft aus den Früchten“, sagt Diedel Griebner. Er bringt seinen Schützlingen täglich neues Obst. Eine Horde gelb-schwarzer Schmetterlinge flattert dicht über dem Kopf vorbei. Diedel Griebner guckt nach oben: „Vor allem darf man im Schmetterlingshaus keine schnellen Bewegungen machen“, sagt er. Denn so könnte man versehentlich eines der vorbeifliegenden Tiere erwischen und verletzen.

Damit kein Schmetterling entwischt, geht es beim Schmetterlingshaus rein und raus nur durch eine Spezial-Schleuse: Zwei Türen mit einem kleinen Zwischenraum. In dem könnten sechs Erwachsene stehen. „Es darf immer nur eine der zwei Türen offen sein“, sagt der Schmetterlings-Mann. Und trotzdem: „Einmal hab ich schon einen Schmetterling draußen am Fahrstuhl entdeckt“, erzählt er. Diedel Griebner hat ihn dann vorsichtig wieder eingefangen und zurück ins Schmetterlingshaus gebracht.

Beim Himmelsfalter ist die Unterseite der Flügel dunkelbraun mit Augenmuster. Die Oberseiten der Flügel strahlen blau. Foto: Matthias Hiekel

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