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Bein gebrochen – was passiert dann mit mir?

04.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Menschen haben sich schon mal etwas gebrochen. Zum Beispiel rutschen sie im Winter auf einer glatten Straße oder einem Fußweg aus – und brechen sich das Bein. In einer Klinik können Ärzte einem dann aber schnell helfen.

Verflixte Kiste, das kann ganz schön weh tun! Hast du schon mal mitbekommen, dass ein Kind sich einen Knochen gebrochen hat? Zum Beispiel im Bein? Vielleicht ist es im Winter auf Schnee ausgerutscht, hat sich beim Fußball verletzt oder ist vom Klettergerüst gefallen.

„Wenn man bei so einem Unfall dabei ist, sollte man den Notruf 112 wählen und einen Krankenwagen kommen lassen“, erklärt der Unfallarzt Dirk Sommerfeldt. Er arbeitet in einem Kinderkrankenhaus in Hamburg.

Der Krankenwagen fährt einen dann schnell in eine Klinik. Dort arbeiten Tag und Nacht Ärzte und Pfleger in der Notaufnahme, um Menschen zu helfen. Sie nehmen einen gleich in Empfang, wenn man auf einer Art rollendem Bett in die Notaufnahme gebracht wird. Denn laufen sollte man mit einem gebrochenen Bein erst mal nicht!

Die Ärzte geben oft als Erstes Medikamente, damit die Schmerzen nicht mehr so schlimm sind – und sie die Patienten überhaupt untersuchen können. Die Medikamente werden häufig durch einen dünnen Schlauch gegeben, der am Arm festgemacht wird.

Dafür müssen die Ärzte einen mit einer Nadel stechen, meist in die Hand oder in den Arm. Angst vor Schmerzen wegen der Nadel brauchst du aber nicht zu haben. Denn die Stelle wird vorher oft mit einer extra Salbe eingecremt. „Dann tut noch nicht mal mehr der Piks weh“, erzählt Dirk Sommerfeldt.

Die Ärzte fragen einem Löcher in den Bauch: Was ist eigentlich genau passiert? Vorsichtig untersuchen die Mediziner das Körperteil, wo etwas gebrochen ist. Sie schauen, ob es dick geworden ist, ob es blutet, und ob es vielleicht nicht mehr ganz richtig zusammenpasst.

„Dann müssen wir ein Röntgenbild von dem Bein machen“, sagt der Arzt. Auf solch einem Bild kann man erkennen, wie die Knochen im Körper aussehen. An welcher Stelle sind Knochen gebrochen? Und dann bereden die Ärzte zum Beispiel mit dir und deinen Eltern, ob das Bein eingegipst werden soll. Oder ob operiert werden muss. Für eine Operation müsstest du ein paar Tage in der Klinik bleiben.

„Weil Knochen bei Kindern schneller heilen und von alleine wieder geradewachsen können, muss man aber nicht so häufig wie bei Erwachsenen operieren“, sagt Fachmann Sommerfeldt.

Oft reicht ein Gipsverband für mehrere Wochen.

Wer sich ein Bein oder einen Arm bricht, bekommt einen Gipsverband. Der bleibt ein paar Wochen dran. Man kann Freunde oder andere Leute darauf unterschreiben lassen. Foto: Carmen Jaspersen

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