Paulas Nachrichten

Beim Falkner leben Adler, Habicht & Co.

08.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wüstenbussard Lea flattert mit den Flügeln. Sie sitzt auf einem Handschuh, den sich Falkner Burkhard Dinger angezogen hat. Auf seinem Hof in Hessen leben etwa 40 Greifvögel.

Greifvögel sehen stolz und majestätisch aus – auch auf dem „Falkenhof Großer Feldberg“ in Hessen. Allerdings dürfen die rund 40 Tiere nicht einfach herumfliegen, wie sie wollen. Das würde Kämpfe geben, erklärt Burkhard Dinger, dem die Falknerei gehört. Denn jeder der Vögel glaubt: Das ist mein Revier! Deshalb sitzen sie angebunden an einem Seil vor ihren Häuschen. „Sie dürfen jeden Nachmittag fliegen“, sagt der Falkner. Dann heben sich die Greifvögel wie Adler, Habichte, Falken und Bussarde einzeln oder in sortierten Gruppen in die Lüfte.

Viele der Tiere auf dem Falkenhof lassen sich auf die Hand nehmen, das zeigt Burkhard Dinger an Wüstenbussard Lea. Das braune Tier sitzt recht ruhig auf seinem Arm, nur ab und zu flattert es. Damit die Krallen ihm nicht wehtun, hat sich der Falkner einen speziellen Handschuh aus dickem Leder angezogen.

Mit manchen Tieren geht der Falkner auch auf die Jagd, zum Beispiel mit einem Habicht. Burkhard Dinger hat die Erlaubnis, in bestimmten Wäldern und auf einigen Wiesen seine Tiere etwa nach Fasanen oder Rebhühnern jagen zu lassen. Das macht er, damit die Tiere ihrem Jagdtrieb nachgehen können, erklärt er. Für die Fahrt zum Jagdort bekommt der Habicht eine Haube aufgesetzt. Dann bleibe er ruhiger, sagen manchen Fachleute. Soll der Vogel jagen, nimmt Burkhard Dinger ihm die Haube ab. Manche Greifvögel leben auch nur kurz bei dem Falkner. Das sind kranke oder verletzte Tiere, die jemand gefunden und zu ihm gebracht hat. „Vor allem im Frühjahr werden Vögel abgegeben, die aus dem Nest gefallen sind“, erklärt Burkhard Dinger. Er päppelt sie auf und lässt sie wieder frei, wenn sie fit sind.

Wüstenbussard Lea auf der Hand von Burkhard Dinger Foto: Sabine Maurer

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