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Bahai, eine Religion der Einheit

30.06.2018, Von Lilith Schardt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Religionen wollen Aufrichtigkeit, Nächstenliebe und Gerechtigkeit der Menschen untereinander

Die Bahai glauben an einen Gott. Sie streben danach, dass alle Menschen vereint sind und friedlich miteinander leben. Die Anhänger dieser Religion sind über die ganze Welt verstreut.

Auf der ganzen Welt gibt es nur wenige Bahai-Tempel. Dieser ist in Delhi, Indien. Foto: Kalaene Jens

HOFHEIM/TAUNUS. Jahweh, Allah, der Allmächtige oder „Quelle allen Seins“: Der Gott der Bahai hat viele Namen. „Für uns sind das unterschiedliche Namen für denselben Gott“, sagt Fariba Dorner.

Die Frau arbeitet in einem großen Bahai-Tempel in Hofheim am Taunus. Das ist eine Stadt in der Nähe von Frankfurt am Main im Bundesland Hessen.

„Wir Bahai glauben, dass die in den verschiedenen Religionen bekannten Propheten wie Moses, Jesus Christus, Muhammad oder Buddha vom selben Gott berichten, nur auf eine andere Art und Weise“, erklärt Frau Dorner.

Die Bahai sind eine Religionsgemeinschaft, genau wie Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten und Juden. Ihre Religion nennt man Bahaitum oder Bahai-Glaube. Sie soll weltweit bis zu acht Millionen Anhänger haben. Im Vergleich zu den Gläubigen von Islam oder Christentum sind das nicht viele. Dennoch verstehen sich die Bahai als Weltreligion. Denn ihre Mitglieder sind an vielen Orten zu finden.

Die Religion der Bahai ist noch nicht sehr alt

Entstanden ist das Bahaitum im Land Iran – und zwar Mitte des 19. Jahrhunderts vor etwa 160 Jahren. Damals lebte dort ein Mann, der Baha Ullah genannt wird. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Herrlichkeit Gottes“. Der Mann gilt für die Bahai als Stifter ihrer Religion. Sie glauben, dass er der jüngste Botschafter Gottes ist. Und dass er die Lehren älterer Religionen wie etwa Buddhismus, Islam und Judentum für unsere Zeit angepasst und erneuert hat.

Frau Dorner sagt: „Es gibt zwei Teile in einer Religion. Der erste ist unveränderlich und in allen Religionen gleich.“ Darin werden wichtige Werte vermittelt wie Aufrichtigkeit, Nächstenliebe, Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott.

Außerdem gibt es noch einen Teil mit Regeln. Zum Beispiel, wie oft man fasten soll oder wie eine Hochzeit gestaltet wird. Diese Regeln sind je nach Religion unterschiedlich.

Die Bahai dürfen etwa keinen Alkohol trinken und sollen einmal im Jahr 19 Tage tagsüber fasten.

Die wichtigste Botschaft ihrer Religion ist jedoch: Alle Menschen sollen vereint sein und die gleichen Rechte haben. Also egal, wie Gott genannt wird: Die Bahai finden, dass alle Religionen eine Einheit bilden sollten. Und die Menschen friedlich und respektvoll miteinander leben sollten.

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