Paulas Nachrichten

Auf einem Motorrad durch die Sahara

15.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist affenheiß, ein Sandsturm tobt – und der Abenteurer Michael Martin steckt mit seinem Motorrad in der riesigen Wüste Sahara fest. „Wir müssen ausgraben“, sagt er zu seiner Reisepartnerin Elke. Die beiden beginnen, die Reifen aus dem tiefen, weichen Boden freizuschaufeln. Das ist ganz schön anstrengend, wenn einem der Sand ins Gesicht peitscht.

„Die Sahara war eine der härtesten Erfahrungen in meinem Leben“, sagt Michael. Er sitzt auf der Terrasse in seiner Heimatstadt München und erinnert sich an die vergangenen 30 Jahre zurück. Michael hat schon alle Wüsten der Erde bereist. Mit seinen wilden Zottelhaaren und der tief gebräunten Haut sieht der 46-Jährige aus, als käme er gerade von einer Safari.

In keiner Wüste hat er so viele Sandstürme erlebt wie in der gigantischen Sahara in Afrika. Doch das brachte Michael und Elke nicht von ihrem Plan ab, die Wüste von Westen nach Osten zu durchqueren. Das dauert lange, denn die Sahara ist mehr als 20 Mal so groß wie Deutschland. Das Ziel der Abenteurer: der Fluss Nil in Ägypten.

Extreme Temperaturen, tosender Wind – das raubt Energie und macht durstig. „Doch wir hatten nur wenig Nahrung dabei: Spaghetti, Dosentomaten und Pulverkaffee“, erzählt Michael. Mehr passte nicht aufs Motorrad, denn die Kameras und das Benzin brauchten so viel Platz. Dazu kam die stete Angst vor Banditen. Michael und Elke wussten nie, ob ihnen jemand in den Weiten der Sahara auflauerte.

Doch es gab auch viele schöne Dinge zu entdecken: Kamelmärkte, Karawanen und fantastische Landschaften. Als Michael und Elke endlich, nach zwei Monaten, den Nil erblickten, fiel alle Anspannung ab. „Es war wie eine Rückkehr ins Leben“, erinnert sich Michael. Die beiden mussten dem Fluss nur noch nach Ägypten folgen. Einige Tage später saßen sie schon auf einem Schiff und fuhren übers Mittelmeer nach Hause.

Den blauen Himmel hat Wüstenabenteurer Michael Martin sowohl zu Hause in München als auch un- terwegs. Hier zeigt er ein Foto der Dead-Vlei-Namibwüste in Namibia. Foto: Caroline von Eichhorn

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