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Auch ein Gefangener hat Rechte

13.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BERLIN. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Diesen Satz hört man häufig in den Nachrichten. Doch was heißt das eigentlich? Wird da jemand vom Arzt untersucht? Oder untersucht derjenige das Gefängnis? Die Antwort lautet: Wer in Untersuchungshaft sitzt, wurde noch nicht endgültig verurteilt. Die Polizei verdächtigt ihn aber zum Beispiel, ein Verbrechen begangen zu haben. Und sperrt ihn deshalb ein.

Das Gelände der Untersuchungs- und Jugendhaftanstalt Berlin-Tegel. Wer in Untersuchungshaft sitzt, wurde noch nicht endgültig verurteilt.

Einfach so darf man einen Verdächtigen aber nicht ins Gefängnis stecken. Es muss bestimmte Gründe dafür geben. Manchmal machen sich die Ermittler zum Beispiel sorgen, dass der Verdächtige flüchtet. Oder sie fürchten, dass er noch ein Verbrechen begeht.

Erst einmal unschuldig

Damit das nicht passiert, kommt der Verdächtige in Untersuchungshaft. So lange, bis der Prozess entschieden ist. Das Wichtige ist: „Bis dahin gilt er als unschuldig“, erklärt ein Experte. Schließlich hat ihn noch kein Richter verurteilt. Gefangene in Untersuchungshaft haben deshalb besondere Rechte. Sie dürfen zum Beispiel einen Anwalt beauftragen, der ihnen hilft. Er achtet darauf, dass sich die Polizei an die Regeln hält.

Was verboten ist

Eine lautet zum Beispiel: Die Ermittler dürfen den Verdächtigen nicht bedrohen. Erst recht dürfen sie ihn nicht schlagen, nur weil sie wollen, dass er ihnen etwas Wichtiges verrät. „Das ist absolut verboten“, sagt der Fachmann.

Leider halten sich Ermittler nicht immer an diese Regeln. Davon war auch in dieser Woche viel die Rede. Dabei ging es um Häftlinge, die von einem Geheimdienst verhört wurden. Dieser gehört zum Land USA.

Rechte

Am letzten Dienstag kam ein Bericht heraus. Darin steht, dass die Gefangenen gequält wurden. Nun fordern viele Leute, dass die Ermittler dafür bestraft werden, wenn sie dieses tun. Schließlich haben auch Gefangene Rechte.

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