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Aua – das tut weh! Wie Schmerzen entstehen

07.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, lautet ein bekannter Spruch. Das ist natürlich totaler Quatsch! Aber was stimmt: nicht alle Menschen reagieren ähnlich auf Schmerz. Eine Ärztin erklärt, wie wir überhaupt Schmerzen empfinden können.

Vielleicht kennst du das: Du rennst gegen eine Tischkante und stößt dir den kleinen Zeh. Erst mal kommt der Schreck, dann folgen die Schmerzen. Au, das tut ja verflixt weh! Dabei sieht man von außen nichts: Keine Schramme, nicht mal einen blauen Fleck. Warum schmerzt das eigentlich so? Das erforscht die Ärztin Ulrike Bingel aus Hamburg.

„Überall im Körper haben wir winzige Fühler“, sagt Ulrike Bingel. „Die melden uns, wenn etwas nicht in Ordnung ist.“ Und obwohl Schmerz ziemlich nervt: Er ist sehr nützlich. Denn so merkst du, dass etwas nicht stimmt. Und du machst etwas dagegen. Du setzt dich zum Beispiel erst mal hin und schaust, was los ist. Oder wenn du dir die Hand verbrannt hast, dann kannst du sie mit kaltem Wasser kühlen. Und du passt beim nächsten Mal etwas besser auf.

Die kleinen Fühler heißen auch Rezeptoren. „Schmerz-Rezeptoren sind vergleichbar mit Feuermeldern“, sagt Ulrike Bingel. „Sie reagieren aber nicht auf Rauch, sondern auf Hitze, Kälte oder Druck. Also auf viele Sachen, die dem Körper schaden können.“

Stößt du dir also den Zeh, wird diese Stelle gequetscht. „Die Fühler melden das. Nervenfasern leiten die Info weiter, durch das Bein zum Rückenmark und dann zum Gehirn“, sagt Ulrike Bingel. Nervenfasern kann man sich wie dünne Stromkabel vorstellen. Und das Rückenmark ist ein Bündel aus Nervenfasern. Es liegt in der Wirbelsäule und führt zum Gehirn.

Wenn das Schmerz-Signal dort im Gehirn ankommt, werden etliche Regionen aktiv. Sie bemerken den Schmerz. Es tut weh! Und sie prüfen dann, was eigentlich los ist: Wo schmerzt es? Wie stark ist der Schmerz? Und wie groß ist die betroffene Stelle?

Und auch unsere Gefühle beeinflussen, wie sehr etwas wehtut. Wenn du schlechte Laune hast, dich erschreckst oder sogar Angst hast vor Schmerzen, dann scheint alles besonders schlimm zu sein. Bei guter Laune spürt man dagegen oft weniger Schmerz.

Und auch was ein Mensch über Schmerzen denkt, spielt dabei wohl eine Rolle. „Wenn wir erwarten, dass etwas richtig wehtun wird, dann fühlen wir wahrscheinlich besonders starken Schmerz“, erklärt Ulrike Bingel.

Woher die Ärztin das alles weiß? Sie kümmert sich schon seit Jahren um Menschen mit Schmerzen.

Ulrike Bingel erforscht, was bei Schmerzen im Gehirn passiert. Foto: Christiane Löll

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