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Asma und Fahar leben in einem Flüchtlingslager

20.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Millionen Menschen auf der Welt sind Flüchtlinge, auch viele Kinder. Manche mussten ihr Zuhause verlassen, weil dort Krieg herrscht, andere flohen nach Naturkatastrophen. Heute, am 20. Juni, wird an ihr Schicksal erinnert. Dann ist Welt-Flüchtlings-Tag.

Zelten macht bei uns vielen Leuten Spaß. Aber es gibt Länder, da hat das nichts mit Abenteuer zu tun. Dort leben Menschen in Zelten, weil sie nicht in ihr richtiges Zuhause zurück können – etwa weil dort gekämpft wird. Zum Beispiel der elf Jahre alte Fahar und seine zehnjährige Mitschülerin Asma. Sie kommen aus Somalia, einem Land im Osten Afrikas, in dem schon seit Jahren Krieg ist. Fahar und Asma kennen gar kein anderes Leben als das im Flüchtlingslager in Hargeisa, der Hauptstadt der Region Somaliland.

Fahar lebt mit seinen Eltern und acht Geschwistern in einer Art Kuppelzelt, das aus Stöcken und Lumpen gebaut ist. Asma teilt so ein zugiges und wackeliges Zuhause mit ihrer Mutter und drei Geschwistern. Auch die Schule besteht nur aus mehreren großen Zelten, in denen die Kinder an Holzbänken lernen.

Asma ist froh, dass sie überhaupt zur Schule gehen und lernen kann. Ihre große Schwester musste schon vor zwei Jahren anfangen, Büros und Häuser zu putzen, damit die Familie Essen kaufen kann. Dabei war sie damals erst 13 Jahre alt.

Asma hat zu Hause auch viele Pflichten: Sie hilft ihrer Mutter zum Beispiel, Wäsche und Geschirr zu waschen. Puppen oder anderes Spielzeug hat sie nicht.

„Ich hätte ja auch keine Zeit zum Spielen“, sagt sie. „Aber für die kleinen Kinder in der Nachbarschaft basteln wir Spielsachen aus Lumpen und alten Sachen.“

Am liebsten möchte Asma später einmal dafür sorgen, dass alle Kinder zur Schule gehen können, auch wenn ihre Eltern arm sind.

Fahar meint sogar: „Ich möchte einmal Präsident werden“. Er erklärt auch gleich, warum: „Ich will anderen Menschen helfen, die so leben wie wir. Wenn ich Präsident wäre, dann würde ich dafür sorgen, dass Schulen nichts kosten und Krankenhäuser ihre Patienten umsonst behandeln, wenn die kein Geld haben.“

Mehr Lehrer müssten eingestellt werden, damit alle Kinder des Lagers in die Schule gehen und lernen können. Und feste Häuser für alle würde Fahar als Präsident bauen lassen, Häuser, die nicht bei Regen und Sturm einstürzen wie die zugigen Zelte, in denen sie jetzt leben müssen.

Fahar lebt im Flüchtlingslager Hargeisa im Osten Afrikas mit seinen Eltern und acht Geschwistern in einer Art Kuppelzelt, das aus Stöcken und Lumpen gebaut ist. Foto: Eva Krafczyk

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