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Arbeit, Steuern, Regeln – Was ein Land zum Funktionieren braucht

21.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Probleme, Probleme, Probleme. Davon hat Griechenland eine ganze Menge. Das Land ist total pleite, es hat ziemlich hohe Schulden und viele Griechen sind ohne Arbeit. Damit es mit Griechenland wieder aufwärts geht, muss eine Menge getan werden. Doch was braucht ein Land eigentlich, damit es ihm gut geht? Hier erfährst du einige Dinge, auf die es ankommt.

Ein Land braucht Geld, um viele Dinge zu bezahlen. Dieses Geld bekommt es von den Bürgern, die einen Teil ihres Lohnes abgeben. Das nennt man Steuern. Foto: Jens Wolf

STEUERN: Ein Staat muss viel Geld ausgeben. Zum Beispiel für den Bau von Straßen. Oder er muss die Menschen bezahlen, die für ihn arbeiten. Dieses Geld bekommt er von den Bürgern. Sie geben einen Teil ihres Lohnes an ihn ab. Diese Abgaben heißen Steuern. Bei uns zahlen viele Leute Steuern. „In Griechenland aber waren viele Bürger nicht bereit, Steuern zu zahlen. Und der Staat hat sich nicht genug darum gekümmert, die Steuern einzutreiben“, sagt eine Expertin.

ARBEITSPLÄTZE: Für ein Land ist es sehr wichtig, dass es genug Arbeitsplätze hat. Denn so verdienen die Menschen Geld. Arbeitsplätze gibt es in Unternehmen, die normalen Leuten gehören. Das nennt man „freie Wirtschaft“. Und es gibt auch Arbeitsplätze beim Staat. Also zum Beispiel in den Behörden und Ämtern von Städten.

Das Problem in Griechenland: Dort gibt es mehr Arbeitsplätze beim Staat als in der freien Wirtschaft. Denn Politiker haben oft dafür gesorgt, dass Verwandte oder Freunde von ihnen einen Job beim Staat bekommen. Die Menschen, die beim Staat angestellt sind, werden mit Geld bezahlt, das aus den Steuern der Bürger stammt. Doch weil es nicht genug Steuern gibt, können diese Leute nicht bezahlt werden.

DER STAAT MUSS FUNKTIONIEREN: Die Politiker, die von den Bürgern gewählt wurden, haben auch die Aufgabe, Regeln für alle zu schaffen. Diese Regeln heißen Gesetze. Sie geben vor, was in einem Land erlaubt ist und was nicht. Solche Regeln muss es auch für die Wirtschaft geben, also für Unternehmen und Fabriken. „Aber in Griechenland hat der Staat keine solchen Regeln gesetzt“, sagt der Experte Ulrich Kater.

Ein Beispiel: In dem Land gibt es keine Übersicht darüber, wem Grundstücke gehören. Deswegen gehen Unternehmer ungern nach Griechenland. Denn dort kann es passieren, dass man ein Grundstück kauft - und dann kommt jemand und sagt, dass es seines ist.

NICHT ÜBER VERHÄLTNISSE LEBEN: Wer ständig mehr Geld ausgibt, als er hat, der hat ein Problem. Wer Geld ausgibt, muss also auch Geld einnehmen. Griechenland hat aber nicht genug Geld eingenommen. Experten sagen: Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt. Das Land hat zum Beispiel mehr Lebensmittel im Ausland gekauft, als es verkauft hat.

VERTRAUEN IM AUSLAND: Für Staaten ist es völlig normal, sich Geld aus anderen Ländern zu leihen. Um das zu bekommen, ist eines wichtig: Vertrauen. Nämlich darauf, dass man sein Geld wiederbekommt. Weil Griechenland so viele Probleme hat, hat das Ausland dieses Vertrauen verloren.

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