Paulas Nachrichten

Am Martinstag muss es leuchten

09.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Laterne gehört zum Martinsumzug einfach dazu. Der Martinstag ist an diesem Freitag, am 11. November.

Doch warum laufen rund um diesen Tag eigentlich so viele Gruppen mit den kleinen Lichtern durch die Straßen? Dafür gibt es mehrere Erklärungen. Eine Legende sagt, dass früher Menschen mit Fackeln und Kerzen zum Grab des heiligen Martin gezogen sind, um ihn zu ehren. Der Heilige soll nämlich an einem 11. November beerdigt worden sein.

Sankt Martin war ein Bischof. Er lebte vor langer Zeit im heutigen Frankreich. Als junger Mann war Martin ein Soldat, er soll sehr hilfsbereit gewesen sein. So soll er zum Beispiel mit seinem Schwert seinen Mantel geteilt und die eine Hälfte einem Bettler gegeben haben.

Auch diese alten Bräuche könnten die Laternen erklären: Wenn die Bauern im Herbst ihre Arbeit auf den Feldern beendeten, bedankten sie sich für die Ernte. Dafür machten sie auf den Feldern Feuer. Kinder steckten daran Fackeln aus Stroh und Papier an oder ausgehöhlte Rüben und Kürbisse. So zogen sie umher, um nach Obst und Gebäck zu fragen. Aus diesen Bräuchen könnten unsere heutigen Laternenumzüge entstanden sein.

Laterne, Laterne – schon klar. Aber müssen es immer nur Sonne, Mond und Sterne als Motive sein? Nein, sagt Bastelexpertin Daniela Muschitz. Wer in diesem Jahr richtig in sein will, sollte eine Eule als Laterne vor sich hertragen. „Eulen sind dieses Jahr als Laternenmotiv der Renner“, sagt Daniela Muschitz – in allen Farben, Formen und Größen. Nach wie vor gefragt seien auch Piratenmotive, Laternen in Form von Pferden oder Prinzessinnen.

Immer beliebter werden auch die sogenannten Elektro-Laternenstäbe, sagt die Expertin. „Die sind einfach sicherer“, erklärt sie. Denn anstatt einer echten Kerze brennt dann eine kleine Elektroleuchte in der Laterne. So kann die Laterne nicht in Flammen aufgehen. Manche fänden die Elektrokerze auch witziger – einfach, weil es mal etwas anderes sei.

Die Laterne gehört zum Martinsumzug einfach dazu. Foto: Uwe Zucchi

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