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Am Dino-Skelett – mit Leiter und Staubwedel

20.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Skelette von Dinosauriern oder wertvolle Steine. In Museen kann man viele spannende Dinge entdecken. Aber was man nicht sieht: Hinter den Kulissen sorgen viele Leute dafür, dass alles gut aussieht. Das ist manchmal ziemlich knifflig.

Wenn ihr den Schädel dieses Dinosauriers genauer anschauen wollt, braucht ihr ein Fernglas. Denn das Skelett des Brachiosaurus ist über 13 Meter hoch – also viel höher als ein Zehn-Meter-Turm im Schwimmbad. Es ist das größte aufgestellte Dino-Skelett der Welt und steht im Museum für Naturkunde in Berlin.

Dort arbeitet Markus Brinkmann als Präparator. Er sorgt dafür, dass zum Beispiel die Dino-Knochen auf Dauer erhalten bleiben. Denn Besucher sollen sie noch lange bewundern können. Dazu muss er die Knochen alle paar Wochen von Staub und Schmutz befreien. Dann stellt er neben dem Mega-Skelett eine große Leiter auf. Die klettert er hinauf und putzt die Knochen mit Staubwedeln. Er hat auch ein Gerät, das wie ein Laubbläser funktioniert: Das bläst den Staub weg.

Aber Markus Brinkmann muss dabei vorsichtig sein. Denn der Dino ist irre wertvoll. „Wenn man da hochklettert, muss man die Augen überall haben“, sagt er. „Man darf das Skelett nicht anstoßen. Wenn man etwa zwischen den Rippen steht und putzt, darf man sich nicht zurücklehnen. Sonst könnten Teile abbrechen.“

Die Leiter reicht nur bis zur Mitte des Skeletts. Weiter oben werden die Knochen nur etwa einmal im Jahr abgestaubt. Nämlich wenn die Lampen oben in der Halle gewechselt werden. Dann kommt ein kleines Fahrzeug mit einer Plattform, die man hochfahren kann. Und so lässt sich der Brachiosaurus auch an Kopf und Hals putzen.

Schränke voller Vogelnester

Etwa 30 Millionen Tiere, Fossilien und Steine! So viele Stücke hat das Naturkunde-Museum in Berlin. Und für alles ist in den Ausstellungsräumen natürlich nicht genug Platz. Deshalb sehen Besucher nur eine kleine Auswahl. Die übrigen Stücke liegen in vielen anderen Räumen des Gebäudes in Schränken. Dort ist alles gut sortiert: Manche Schränke enthalten etwa Vogelnester. Jedes Nest hat ein Schild. Darauf steht etwa, was für ein Vogel da genistet hat. Übrigens werden alle diese Informationen nach und nach in Computer eingegeben. Dort wird dann auch eingetippt, wer ein bestimmtes Stück gefunden hat. Und wann und wo das war. Das ist bei so vielen Objekten jede Menge Arbeit und wird wohl noch viele Jahre dauern.

Blick in die Saurierhalle des Museums für Naturkunde Berlin mit der Hauptattraktion, dem 13 Meter hohen und 23 Meter langen Brachiosaurus brancai, dem größten aufgestellten Saurierskelett der Welt. Foto: Michael Hanschke

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