Paulas Nachrichten

Als Rikschafahrer durch München

01.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Taxifahren ist nix für Leute, die langes Sitzen nervig finden. Schließlich hocken Taxifahrer meist viele Stunden im Auto, geben Gas und bremsen – ohne sich richtig zu bewegen. Doch es gibt auch noch andere Taxis: Fahrradtaxis.

Und da müssen die Fahrer ordentlich in die Pedale treten. Schließlich kutschieren sie sich und ihre Gäste herum. Elvis Chavez ist so ein Fahrer. Sein Gefährt nennt man auch Fahrradrikscha.

Der 32-Jährige arbeitet immer, wenn die Sonne scheint. Dann sitzt er auf seiner Rikscha am Marienplatz in München in Bayern.

Er wartet auf Gäste. Rechts und links neben ihm warten seine Kollegen. Sie schreien „Rikscha! Rikscha!“, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Die Rikschas schauen alle unterschiedlich aus. Es gibt rote, weiße, welche mit oder ohne Dach. Manchmal sitzt der Fahrer vorne, manchmal sitzt er hinten.

Doch eines haben alle Rikschas meist gemeinsam: Sie haben drei Räder. Wer bei Elvis mitfahren möchte, nimmt auf der gelben Ledersitzbank Platz. Elvis sitzt hinter seinen Kunden. Es sieht ein bisschen so aus, als würde er sie durch die Gegend schieben.

Gleich zu Beginn der Fahrt gibt es einen Ruck. Wumms! Die Rikscha plumpst vom Bürgersteig auf die Straße. Jetzt strampelt Elvis los und bahnt sich seinen Weg durch Passanten, Taxis und Busse. Dafür hat er gleich beides: Eine Hupe und eine Klingel.

Plötzlich schallt Musik ins Ohr. Elvis hat seine kleine Musikanlage mit Boxen eingeschaltet und singt auch noch dazu.

Elvis Chavez kommt eigentlich aus Chile in Südamerika.

Er ist seit zwei Jahren in Deutschland und fährt seitdem auch Fahrradrikscha.

„Es fahren fast nur Touristen mit der Fahrradrikscha“, erzählt Elvis schnaufend. „Die bringen eben mehr Zeit mit und wollen sich die Stadt genauer anschauen.“

Warten auf Gäste: Elvis Chavez fährt meist Touristen durch München, Bayern. Foto: Caroline von Eichhorn

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