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Als das Parfüm mit der „Titanic“ versank Viele Gegenstände wurden mit einem U-Boot aus der Tiefe geholt

14.03.2015, Von Jasper Rothfels — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist ein Schiffsunglück, das schon lange her ist. Trotzdem reden noch heute viele Menschen darüber. Das Schiff hieß „Titanic“ und es war das größte seiner Zeit. Zu den Passagieren gehörte auch Adolphe Saalfeld. Er handelte mit Parfüm.

Der Luxusdampfer „Titanic“ war bei seiner ersten Fahrt eines der größten Schiffe der Welt.

SPEYER (dpa). Adolphe Saalfeld war ein Mann, der sein Geld mit schönen Dingen verdiente. Er stellte Parfüms her, die nach Blüten oder anderen süßen Sachen dufteten.

Vor mehr als hundert Jahren unternahm Herr Saalfeld eine große Reise: Er wollte mit dem Schiff von England nach Amerika reisen, um dort sein Parfüm zu verkaufen.

Herr Saalfeld fuhr nicht mit irgendeinem Dampfer, sondern mit der berühmten „Titanic“. Als sie gebaut wurde, war sie das größte Passagierschiff der Welt.

Aber auf der ersten Reise passierte etwas Schlimmes. Die „Titanic“ rammte nachts im Meer einen Eisberg. Sie lief voll Wasser, zerbrach und ging unter. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Herr Saalfeld hatte Glück: Er wurde gerettet. Er lebte noch einige Jahre und verkaufte weiter Parfüm.

Die „Titanic“ liegt seit dem Tag des Untergangs tief unten auf dem Grund des Meeres. Zusammen mit vielen Sachen, die den Passagieren gehörten. Bis zu dem Unglück war es eine sehr komfortable Reise – zumindest für die reichen Passagiere. Die „Titanic“ war ein prunkvolles Schiff. In der ersten Klasse, in der auch Herr Saalfeld seine Kabine hatte, reisten sehr wohlhabende Leute. Es gab Restaurants, Cafés, ein Schwimmbad und einen Fitnessraum.

Die Zimmer waren sehr nobel eingerichtet – wie im Hotel. In der zweiten und dritten Klasse ging es nicht ganz so fein zu. Aber immer noch toller als auf älteren Schiffen oder bei den armen Leuten zu Hause. In der dritten Klasse gab es Kabinen mit Stockbetten, alles war eher schlicht eingerichtet.

Herr Saalfeld war gerade im feinen Rauchsalon, als das Schiff mit dem Eisberg zusammenstieß. Angeblich bekamen viele den Unfall zunächst gar nicht mit. Es war nur ein Knirschen zu hören. Doch etwa zwei Stunden später versank die „Titanic“ im Ozean. Herr Saalfeld konnte einen Platz in einem Rettungsboot ergattern. Vielen Menschen gelang das nicht – denn es gab viel zu wenig Rettungsboote.

Mehr als 70 Jahre hat es gedauert, bis das Wrack gefunden wurde. Denn die „Titanic“ brach beim Untergang in zwei Teile. Und die trieben nach dem Untergang noch ein gutes Stück ab.

Taucher kommen dort nicht hin, weil es viel zu tief ist. Aber mutige Forscher haben mit einem Spezial-U-Boot und mit Tauchrobotern viele Gegenstände nach oben geholt. Viele davon kann man gerade in einer Ausstellung in Speyer sehen. Das liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz. Dort sind auch Kabinen der „Titanic“ nachgebaut.

Da gibt es Tassen und Teller, Schmuck, Weinflaschen, Haarbürsten, Kleidungsstücke und ein Fernglas. Fotos zeigen Herrn Saalfeld und viele andere Menschen, die mit dem Schiff reisten. Und es sind sogar einige Parfümfläschchen zu sehen, die Herr Saalfeld dabeihatte. Sie steckten in einem Lederetui und blieben deshalb erhalten. Einige davon duften auch heute noch nach Blüten und süßen Sachen.

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Wie Wilma ihre Kühe rettete

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