Paulas Nachrichten

Alpakas sind gemütliche Kerle

21.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie sehen ein bisschen aus wie geschrumpfte Kamele ohne Höcker. Und sie haben die Ruhe weg: Gemütlich grasen Herden von Alpakas auf den Weiden in Neckarhausen.

Nichts scheint die wolligen Langhälse aus der Fassung bringen zu können. Rund 140 Alpakas leben hier, auf verschiedenen Koppeln. Das Ehepaar Schaber züchtet die Tiere auf ihrer Farm. „Das ist unser Kindergarten“, sagt Bettina Schaber und zeigt auf eine Koppel. Die ganz kleinen Alpakas dürfen bei ihren Mamas sein. Ab rund einem halben Jahr kommen sie dann auf eine eigene Koppel, wo sie von der Mutter entwöhnt werden. Die Männchen haben ebenfalls eine eigene Weide. Sie werden nur dann zu den Stuten gelassen, wenn Nachwuchs gewünscht wird. Und wie kam die Familie gerade auf Alpakas? Es fing alles damit an, dass sich Ulrich Schaber auf einer Messe in die Alpakas vernarrte. Das war vor 15 Jahren. Drei Stuten kaufte der 47-Jährige damals: die weiße Lizzy, die braune Valentina und die schwarze Blacky. Sie leben heute noch auf dem Hof. Alpakas können bis zu 25 Jahre alt werden. Die Wolle der Alpakas ist begehrt. Sie kann prima zu Kleidung und Bettfüllungen verarbeitet werden und gilt als besonders fein. Die Tiere werden einmal im Jahr geschoren. Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr, sobald es draußen richtig warm wird. Und wenn die Schur bevorsteht, verlieren die Tiere auch tatsächlich mal ihre Gelassenheit. Sie versuchen dann zu flüchten. Außerdem können sie spucken wie Lamas. In ihrer Heimat, dem Anden-Gebirge in Südamerika, werden Alpakas manchmal auch gegessen. Doch das wäre für die Schabers undenkbar. Schon so fällt es ihnen schwer, wenn sie ein Tier an andere Züchter und Liebhaber verkaufen. „Es ist immer schrecklich. Sie wachsen einem doch sehr ans Herz“, sagt Bettina Schaber.

Ulrich Schaber und seine Frau stehen in Neckarhausen auf einer Weide ihrer Alpaka-Farm inmitten einer Herde Alpakas. Foto: Uwe Anspach

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