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Alles andere als einfach – Helena reitet Dressur

08.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dressur sieht einfach aus und ist doch so schwer. Schon der richtige Sitz hat es in sich: Der Reiter soll locker und doch mit Körperspannung sitzen. Er darf das Pferd nicht stören, muss aber dessen Bewegungen bestimmen.

Es ist kalt in der Reithalle, doch Helena und ihr Pferd Mister schwitzen. „Gerade sitzen. Hände aufrecht. Tief in die Ecke reiten!“, ruft die Reitlehrerin in der Mitte der Bahn. Helena gibt ihr Bestes, doch ihre Trainerin findet immer etwas Neues zum Korrigieren. „Dabei sieht Dressurreiten immer so einfach aus“, sagt die elfjährige Helena, als sie nach dem Unterricht noch ein wenig Schritt reitet.

Tatsächlich wird Dressurreiten von vielen Menschen unterschätzt. Sie denken, dass der Reiter nur auf dem Pferd sitzt und das Tier laufen lässt. Aber das Pferd soll nicht irgendwie laufen, sondern so, wie es der Reiter will.

Beim Dressurreiten wird alles sehr genau genommen: die Haltung des Pferdes und wie der Reiter auf dem Pferd sitzt zum Beispiel. Und es ist auch wichtig, dass Pferd und Reiter die Aufgaben richtig ausführen. Das trainieren Reiter oft sehr, sehr lange. Denn es ist schwierig, immer gerade und locker, aber mit genügend Körperspannung auf einem Tier zu sitzen, das sich bewegt.

Und dabei darf man das Pferd nicht stören, man muss aber trotzdem die Bewegungen des Tieres sicher bestimmen. „Das macht man mit den Beinen, mit dem Gewicht und den Zügeln“, sagt Helena. Das Ziel der jahrelangen Ausbildung ist es, dass das Pferd gerade läuft und möglichst viel von seinem Gewicht mit seinem Hinterteil trägt. Reiter sagen dazu: „Das Pferd trägt sich“. Das ist das Gegenteil von dem, was ein unausgebildetes Pferd macht.

Bei einem unausgebildeten Pferd wird das meiste Gewicht von den Vorderbeinen getragen. Reiter nennen das so: „Es läuft auf der Vorderhand“. Außerdem laufen Vorderbeine und Hinterbeine in verschiedenen Spuren. Das Pferd läuft nicht gerade, sondern Vorderbeine und Hinterbeine laufen leicht versetzt voneinander.

Bei einem ausgebildeten Pferd dagegen bilden die Vorderhufe und Hinterhufe ungefähr eine Linie. Ein solches Tier hat Vorteile: Es besitzt viele Muskeln an den richtigen Stellen, das schont seine Gelenke. Wenn man es richtig macht, ist die Ausbildung von einem Pferd also auch gut für die Gesundheit des Tieres.

Die deutsche Reiterin Kristina Sprehe aus dem niedersächsischen Dinklage mit dem Pferd „Desperados“. Beim Dressurreiten wird alles sehr genau genommen: die Haltung des Pferdes und wie der Reiter auf dem Pferd sitzt zum Beispiel. Foto: Ingo Wagner

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