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Albert Schweitzer half kranken Menschen in Afrika

17.10.2015, Von Silke Fokken, dpa — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er forderte Achtung vor allen Lebewesen und machte sich gegen Kriege und Waffen auf der Welt stark

Sein Name ist berühmt: Nach Albert Schweitzer sind viele Schulen und Straßen benannt. Als junger Mann ging er nach Afrika, um kranken Menschen zu helfen. Auch die Tiere waren ihm wichtig.

HAMBURG. Eine Mücke sitzt auf seiner Schulter. Aber Albert Schweitzer schlägt sie nicht tot. Soll ihn die Mücke ruhig stechen. Sie hat doch nur Hunger, denkt er sich. Und wenn Ameisen über die Straße krabbeln, tritt er sie nicht platt. Er wartet, bis sie vorbei sind.

Solche Geschichten werden über Albert Schweitzer erzählt. Für ihn gab es nichts Wichtigeres als die Achtung vor allen Lebewesen, heißt es. Egal ob es um Menschen, Mücken oder Ameisen ging. „Die Tiere sind unsere Brüder“, sagte er einmal.

Albert Schweitzer starb vor 50 Jahren. Manche Leute fanden ihn mit seinen Ideen zu den Rechten aller Menschen, Tiere und auch Pflanzen merkwürdig. Andere waren begeistert, wie sehr der Mann Achtung vor allen Lebewesen forderte. Ein Satz von ihm wurde besonders berühmt: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Er sprach auch von der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Das wurde sein Motto.

Als Albert Schweitzer etwa 30 Jahre alt war, entschloss er sich, sein Leben ganz darauf auszurichten, für andere da zu sein. Er entschied: Ich will Arzt werden und kranken Menschen in Afrika helfen!

Er studierte Medizin. Dann gründete er in dem heutigen Land Gabun in Afrika eine Krankenstation. Dort gab es kaum Ärzte und viele arme Menschen. Die erste Sprechstunde fand wohl in einem alten Hühnerstall statt, berichten einige Fachleute. Später baute Schweitzer weitere Gebäude. Aus dem Stall wurde ein Operations-Saal. Kranke Menschen kamen von weit her in sein Krankenhaus.

Albert Schweitzer wurde durch seine besondere Arbeit in Afrika sehr bekannt. Das nutzte er auch, um sich gegen Kriege und Waffen auf der Welt starkzumachen. Er konnte zwar nicht verhindern, dass Waffen zum Einsatz kamen. Aber er warnte vor den schlimmen Folgen, hielt Reden im Radio und schrieb Briefe an mächtige Politiker.

Der Arzt soll aber auch einige Eigenschaften gehabt haben, die man heute kritisch sieht. Er soll zum Beispiel manchmal herrisch gewesen sein und wollte über andere bestimmen, sagten einige Leute über ihn.

Die meisten Menschen aber bewundern den Arzt heute dafür, dass er sich sehr um andere Menschen kümmerte. Sie finden, dass sich die Leute bei all den Kriegen in der Welt und der Gewalt gegen Menschen und Tiere häufiger daran erinnern sollten, was Albert Schweitzer forderte: dass man selbst eine Mücke nicht einfach töten soll.

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