Paulas Nachrichten

Abrocken an der Luftgitarre

08.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine schwere Tasche mit einem Instrument mitschleppen? Das braucht Aline Westphal nicht. Trotzdem hat sie ihr Instrument immer dabei: Denn die 27-Jährige spielt Luftgitarre. Dazu ist die Frau mit den knallroten Haaren durch einen Kurs an einer Uni gekommen. Mittlerweile beherrscht die Studentin ihr unsichtbares Instrument so gut, dass sie vor ein paar Wochen sogar die Weltmeisterschaft in Finnland im Norden Europas gewonnen hat. „dpa-Nachrichten für Kinder“ hat Aline gefragt, auf was es ankommt, wenn man Luftgitarre spielt.

Wie bereitest du dich auf deine Auftritte vor?

„Ich probe ganz oft – auch mit meinen Hildesheimer Luftgitarre-Freunden zusammen. Fünf Leuten fällt einfach mehr auf als einem alleine. Vor den deutschen Meisterschaften habe ich meinen Song 30-mal am Stück gehört. Die Choreografie muss sitzen. Ich kann auch nur zu Songs spielen, die ich persönlich mag. In einem Song muss schon Abwechslung drin sein. Zu einem Song mit drei Akkorden kann man nicht abrocken. Ich möchte dem Publikum ja auch was bieten.“

Wie denkst du dir die Choreografie aus, also die Handbewegungen und die Abfolge von Schritten?

„Es gibt eine ganze Reihe an Tanzschritten und Bewegungen, zum Beispiel Kicks zur Seite und nach vorne. Oder Sprünge, bei denen die Beine wie eine Schere auseinandergehen. Ein Klassiker ist das Kreisen des Arms wie bei einer Windmühle. Und mein Lieblingsmove ist der Snake Walk , also der Gang der Schlange. Dabei gehe ich gebückt und setze die Füße so krass voreinander, dass es wie geschlängelt aussieht. Das kommt immer gut an. Wenn ich im Wohnzimmer stehe und abspacke und da kommen tolle Bewegungen raus, dann baue ich die später auch ein.“

Bist du vor Auftritten nervös?

„Richtig nervös bin ich nicht mehr, nur hoch konzentriert. Aber es gehört schon Mut dazu, mit einer Luftgitarre aufzutreten. Am Anfang ist es sehr peinlich, aber wenn man die Hemmschwelle überwunden hat, macht es viel Spaß. Ich habe viel Theater gespielt. Das hilft auch. Ich bin auch froh, dass ein Auftritt nur 60 Sekunden dauert. Hinterher bin ich immer voll verschwitzt und fertig. Man geht einfach von null auf hundert. Aber es sieht lustig aus und die Kostüme sind schön grell.“

Aline Westphal (rechts) beherrscht ihr unsichtbares Instrument so gut, dass sie vor ein paar Wochen sogar die Luftgitarren-Weltmeisterschaft in Finnland gewonnen hat. Foto: Marie von Borstel

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