Paulas Nachrichten

100 Stühle – und keiner wie der andere

11.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sitzen kann anstrengend sein. In der Schule zum Beispiel. Es kann aber auch super sein, sich nach dem Sport einfach nur auf einen Stuhl fallen zu lassen. Ein Stuhl ist also ein ziemlich wichtiger Gegenstand. Kein Wunder also, dass es eine ganze Ausstellung zu diesem vielseitigen Möbelstück gibt.

Ist dir schon mal aufgefallen, wie viele unterschiedliche Stühle es eigentlich gibt? „Unzählige“, sagt Expertin Ina Grätz. Genau 100 davon sind derzeit in einer Ausstellung in Hamburg zu sehen. „Wir hatten so viele Stühle zur Auswahl, dass wir uns auf die vergangenen 50 Jahre beschränkt haben“, sagt die Fachfrau. Nur einen hat das Museum sich von einem Möbelhaus geliehen, um ihn den Besuchern zeigen zu können. Es gebe kaum einen Gegenstand auf der Welt, für den es so häufig neue Ideen von Designern gebe. Designer entwerfen die Gestalt von Gegenständen wie Kleidern, Küchengeräten oder Autos.

Und die Wünsche an so ein Sitzgerät sind verschieden und haben sich im Laufe der Zeit auch geändert. Früher, als deine Großeltern klein waren, hat es oft geheißen: „Sitz still und gerade“. Daher waren die Stühle auch nicht besonders bequem, sagt Ina Grätz. Dann wandelte sich das Leben der Menschen bei uns, aber auch anderswo auf der Welt. Vieles sei nicht mehr so streng gewesen.

„Und dann wurden auch die Sitzgelegenheiten gemütlicher.“ Zum Beispiel gibt es in der Ausstellung einen dunkelroten Sitzsack zu bewundern, in den man sich am liebsten hineinlümmeln möchte. Leider geht das nicht – denn die meisten Ausstellungsstücke dürfen nicht angefasst werden. Dabei sind einige darunter, die man mal ausprobieren möchte. Zum Beispiel ein Totenkopfstuhl mit einem Gehirn als Fußhocker.

Und dann gibt es doch einen Sessel in dieser Ausstellung, den man probesitzen darf: „I Feltri“ ist sein Name von einem Designer aus Italien. In dem kann man sich verstecken und die Seiten zusammenklappen.

Die Kuratorin Ina Grätz sitzt in einer Version des Stuhls „I Feltri“ von Gaetano Pesce. Ein solcher Stuhl – aber in anderen Farben – ist in der Ausstellung „Ideen sitzen“ im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu bewundern. In der Schau werden 100 verschiedene Stühle gezeigt. Foto: Christiane Löll

Paulas Nachrichten

So schleckt die Schnecke

Häuschenschnecken wie die Weinbergschnecke sind anders

Langsam, langsam! Ohne Eile kriecht diese Schnecke über eine Pflanze. Die meisten Gärtner stört das nicht.

Denn die Weinbergschnecke nimmt ihnen etwas Arbeit ab. Sie frisst am liebsten welke…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten