Paulas Nachrichten

28.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN. Heimat kann ein weit gefasster Begriff sein. Heimat, so sagte Fritz-Eberhard Griesinger am Donnerstagabend anlässlich der Verleihung des Heimatpreises in seinem Gastvortrag, sei nichts Objektives, sondern der persönliche Bezug zu einem Objekt. Der Heimatpreis wird in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Im Fokus stehen Schülerarbeiten, die sich in direkter oder abstrakter Weise mit dem Thema Heimat beschäftigen.

Und so kann Heimat von der geologischen Seite betrachtet werden, wie es Pascal Sossalla vom Max-Planck-Gymnasium gemacht hat. Er beschäftigte sich mit den Steinbrüchen rund um Nürtingen und trug mit seinen Arbeiten zur Ausstellung „Unbeachtete Schätze. Kleindenkmale als Zeugen unserer Alltagskultur“ im Stadtmuseum bei. Der Jury des Heimatpreises war die Arbeit einen zweiten Preis wert.

Lotta Mansperger entwarf den Flyer für den Heimatpreis. Gestaltung, aber auch Text des Flyers stammen von der Schülerin des Hölderlin-Gymnasiums. „Heimat“, findet sie, „ist nichts von gestern. Nichts Altes, Fernes, Namenloses.“ Auch Lotta Mansperger bekam einen zweiten Preis.

Heimat kann aber auch ein Interview mit der ehemaligen Profitänzerin Julia Krämer-d’Alesio sein. Sie war Solistin des Stuttgarter Balletts und unterrichtet heute an der Ballettschule Halitz in Nürtingen. Für ihre Laufbahn interessierten sich Daniela Vetter, Simona Mitovska und Camilla Ludwig aus der Klasse 8 D des Hölderlin-Gymnasiums. Mit einem von drei dritten Preisen bewertete die Jury diese Idee. Abholen konnten sie sich den Preis allerdings nicht, denn die Verleihung kollidierte mit einer Generalprobe des Stuttgarter Balletts, für die sich die Schüler ebenfalls angemeldet hatten.

Schüler beschäftigten sich kreativ mit ihrer Heimat

Ebenfalls mit einem dritten Preis wurde der Musikneigungskurs des Hölderlin-Gymnasiums mit Tutor Florian Eisentraut bedacht. Sie hatten sich vorgenommen, die Oper „Der Pfeifer von Hardt“ von Ferdinand Langer einzuüben. Was gar nicht so einfach war, denn trotz Internet war über Langer und seine Oper lediglich in der Württembergischen Landesbibliothek Material zu finden. Das schreckte die Schüler und ihren Tutor allerdings nicht. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, davon konnten sich die Anwesenden am Donnerstagabend überzeugen, denn die kleine musikalische Darbietung der Schüler war wirklich gelungen.

Ebenfalls einen dritten Preis errang die Jugendkunstschule mit einer Gemeinschaftsarbeit, die ebenfalls im Stadtmuseum ausgestellt worden war. Unter dem Motto „My home is my castle – oder – mei Dahoim isch mei Käschdle“ präparierten junge Menschen im Alter von sechs bis 20 Jahren einen Setzkasten. Steine, Knöpfe, das Rad eines Spielzeugautos, Federn oder Plastikfiguren – alles, was einem vielleicht im Laufe der Jahre mal wichtig war, fand dort seinen Platz. Und damit stellt der Setzkasten ebenfalls ein Stück Heimat dar – die Erinnerung vielleicht an die eigene Kindheit. „Das hat ein wenig von einem Poesiealbum, fast etwas Romantisches“, meinte Volker Illi, der die Arbeit vorstellte.

Den ersten Preis, so das Votum der Jury, die aus Ingrid Dolde vom Verein Hölderlin-Nürtingen, Anneliese Lieb (Nürtinger Zeitung), Rudolf Gregor (Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen) Udo Hoffmann (Verein Hölderlin-Nürtingen) und Dieter Metzger (Schwäbischer Heimatbund) bestand, erhielt der Videoclip „Verloren ins weite Blau“. Die Schülerinnen, die das Video produzierten, setzten das Jahresmotto des Vereins Hölderlin-Nürtingen um. Sie fotografierten Plätze, an denen Friedrich Hölderlin gewesen war oder auf die er einen Blick hatte. Und färbten erst Objekte in diesen Bildern blau ein, dann, im Wechsel, die Bilder, während diese Objekte ins Schwarz-Weiße wechselten. Denn, so die Idee der Schülerinnen, „jeder Gedanke trägt sein Gegenstück in sich“.

Dass auch die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen in der Heimat gut verankert ist, unterstrich Uwe Alt, Regionalbereichsleiter für Unternehmenskunden. Die Kreissparkasse, die über ihre Stiftung viele Projekte im Landkreis fördert, stellte den Fritz-Ruoff-Saal für die Preisverleihung zur Verfügung.

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