Fussball

Alarmierendes Signal

15.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Markus Kleber, Nürtingen. Zum Artikel „Die Selbstzerstörung des Amateurfußballs“ am Samstag, 11. Januar. „Ich würde mir gut überlegen, ob ich mein Kind zum Fußball schicke“, sagt Kriminologin Thaya Vester im Artikel. Derartige Aussagen hört man immer öfter. Ein alarmierendes Signal! Für alle, die diese Aussage nicht verstehen können, sei zu empfehlen, eine neutrale Person mit zum nächsten Amateur-Derby der Herren zu nehmen und das Geschehen um den Platz zu beobachten. Unterirdische gegenseitige Beschimpfungen und gegenseitige Provokationen sind absolut normal. Da wundert es, dass es hin und wieder zu Eskalation kommt?

Die Moral endet nicht an der Kasse zum Fußballplatz! Der Alltagsfrust vieler wandelt sich hier und da ungebremst in Aggressionen gegen Schiedsrichter, Spieler und Gegner-Fans. Zwischen staunenden kleinen Kindern, jugendlichen Nachwuchs-Kickern und Familien-Angehörigen wird kein Blatt vor den Mund genommen. Wie soll das eine Generation, der Werte wie Toleranz, Respekt und Fair Play vermittelt werden sollten, verstehen?

Natürlich lebt der Sport von Emotionen. Es besteht allerdings ein großer Unterschied zwischen dem Ansporn des eigenen Teams und Beschimpfungen anderer. Bei zügellosen verbalen Entgleisungen sollten die Personen deutlich stärker zur Verantwortung gezogen werden. Vielleicht lässt sich dann auch die ein oder andere Handgreiflichkeit schon in der Wurzel bekämpfen.

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